Das endgültige Aus für StudiVZ und MeinVZ


Ein Tipp für alle, die noch Fotos von ihren WG-Partys oder ihren Chatverlauf sichern wollen: Die früheren deutschen Stars der Sozialen Netzwerke StudiVZ und MeinVZ machen jetzt endgültig dicht und haben es plötzlich sehr eilig mit dem Löschen aller Daten.

StudiVZ und MeinVZ hatten durchaus das Potential, den heute dominanten Social Networks aus den USA Paroli zu bieten. Jetzt sind sie genau wie schon SchülerVZ und VZ auch bald Geschichte.

In Emails an die immer noch dort registrierten Benutzer der einstigen Facebook-Konkurrenten schreibt der Betreiber Poolworks, die Netzwerke seien nach mehr als 16 beziehungsweise 14 Jahren “technisch so veraltet, dass ein Weiterbetrieb keinen Sinn macht”.

Das 2005 gegründete StudiVZ zählte in den Jahren nach seinem Start zu Deutschlands beliebtesten sozialen Netzwerken, und auch MeinVZ galt als angesagt. Vor allem mit der US-Konkurrenz Facebook konnten die Netzwerke aber auf die Dauer nicht mithalten.

Niemand in Politik und Wirtschaft erkannte die Chance oder gar die Notwendigkeit, das damals sogar größte Soziale Netzwerk der Welt zu unterstützen und einen Gegenspieler gegen die übergriffigen US-Konzerne zu schaffen.

Damals gab es kaum Risikokapital in Deutschland und für die in ihrer Zeit bei der FDJ für die Abteilung “Agitation und Propaganda” zuständige Angela Merkel, die in der gesamten aktiven Zeit der VZs Deutschland regierte, war das Internet halt immer nur Neuland – visionär war diese Frau zu keiner Zeit und förderte statt IT-Zukunftsprojekten lieber den Klimawandel mit stinkenden Verbrenner-Autos.

Das spüle ja mehr Geld von Quandt, Klatten & Co. als Parteispenden in die Kassen der Parteien, glaubte Merkel. Dass die Plattformen ein Vielfaches der anrüchigen Parteispenden der Autohersteller als Steuern zum Nutzen aller Bürger hätten einbringen können – darauf kam Merkel nicht. Von der Macht von Information und Desinformation Sozialer Netzwerke erst gar nicht zu reden.

Die schweren letzten Jahre der VZs

Im Jahr 2015 waren von den früher einmal 16 Millionen regelmäßigen Nutzern der VZ-Netzwerke nur noch gut eine Million aktiv, und StudiVZ glitt schon damals in Richtung Irrelevanz ab, während US-Plattformen wie etwa Instagram boomten.

Letztlich meldete die Betreiberfirma 2017 Insolvenz an und StudiVZ und MeinVZ siechten dann noch gut vier Jahre vor sich hin. In diesem Monat wird jetzt eine der größten Chancen für Deutschland und auch ganz Europa endgültig zu Grabe getragen.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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