Das Wort zum Sonntag: Das Vierte Reich

CDU-Politiker machen sich und uns in England unbeliebt . Der britische Zeitungsmob tobt. Die Daily Mail spricht von „Deutschlands Krieg gegen das Pfund“ und veröffentlicht Nazi-Karikaturen zum „Vierten Reich“. Der Independent sieht einen „anti-britischen Gegenschlag“ der deutschen Regierung. Kein Wunder, wenn CDU-Mann Volker Kauder äußert, dass in Europa jetzt „Deutsch gesprochen“ wird.

Und dann kommt noch CDU-Mann und Finanzminister Schäuble daher und will den Briten erklären, dass sie schneller als sie denken mit dem Euro bezahlen müssen.

Da hilft es auch nicht, wenn sich CDU-Frau Merkel und Briten-Premier Cameron bei ihrem Treffen gegenseitiger Freundschaft versichern. Denn jeder weiß, dass sie in der Sache meilenweit auseinander liegen.

Weder bei der Verstärkung der europäischen Integration noch bei der Einführung der Finanz-Transaktions-Steuer sind sie einer Meinung. Und erst recht nicht, wenn es darum geht, die Europäische Zentralbank als Gelddruckmaschine zu missbrauchen.

England steht nicht alleine mit seiner Kritik: Spanier, Griechen, Italiener und Iren beschweren sich über die „Spardiktate“ aus Deutschland. Auch hier sind Nazi-Karikaturen und -Plakate Ausdruck des Zorns. Kein Wunder, wenn zum Beispiel die Iren von der Erhöhung ihrer Mehrwertsteuer nicht etwa durch ihre eigene Regierung, sondern aus dem Deutschen Bundestag erfahren. Genau das gibt den Gedanken an das Vierte Reich Nahrung und erinnert an das Horst-Wessel-Lied:  Führer befiehl – wir folgen Dir!

Gut, dass es nach den Aussagen der gleichen Politiker bis vor einer Woche in Deutschland ja keine Nazis mehr gab. Dumm nur, dass sich Beate Zschäpe nicht wie ihre beiden Nazi-Terrorgenossen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt umgebracht, sondern den Behörden gestellt hat…

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