Das Wort zum Sonntag: Der Aufstand der Fruchtzwerge im Gutmenschenland

Es geht um den Verzehr von Fleisch. Sie kennen sicher den aktuellen Werbespot der ING-Diba mit Basketball-Star Dirk Nowitzki: Er kommt in die Metzgerei seiner Kindheit zurück, die Metzgerin reicht eine Scheibe Kinderwurst über die Theke „Was haben wir früher immer gesagt?“ Nowitzki „Damit Du groß und stark wirst.“ Gelächter – Ende des Spots.

Mehr ein Spot für die Zuschauerschaft des ZDF, die sich vielleicht noch an solche Sprüche aus ihrer Jugend erinnert. Drauf gestürzt haben sich aber nach einem Bericht von Heise Vegetarier aller Couleur vom einfachen Ovo-Lakto-Vegetarier bis hin zum Hardcore-Veganer: „Wie kann er nur Wurst essen?“, „anstößig“ oder „Tiermörder“, aber auch „Sollen jetzt Steaks im Fernsehen verpixelt werden wie Pornos?“  kann man da auf der Facebookseite des werbenden Kreditinstituts lesen. Nach anfänglich gezeigter Toleranz gegenüber den vielen Postern zum Thema „Fleischverzehr“ auf der ING-Diba-Facebookseite ist jetzt Schluss mit lustig: Die „lieben Fans und Diskussionsteilnehmer“ wurden aufgefordert, keine Posts mehr zu dem Thema zu verfassen, denn die werden jetzt wieder von der Pinnwand entfernt.

Der direkte Kontakt zu potentiellen Kunden über Soziale Netzwerke hat offensichtlich seine Tücken. Besonders, wenn man die Sozialen Netzwerke einfach nur als zusätzlichen Channel für die Werbe-Messages benutzt. Wenn man etwas nicht verstanden hat, sollte man nicht versuchen, es zu benutzen, es könnte schnell schädlich werden. Das wird dann schnell zum Bumerang.

Schlimmer ist dann nur noch der Vorzeige-Egozentriker im Unternehmerlager Wolfgang Grupp, Chef von Trigema: „Twitter ist für mich einfach nur dumm, und die Menschen, die das nutzen, sind für mich Idioten.“

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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