Das Wort zum Sonntag: Der Todeskampf des Planeten Erde

Vor 73 Jahren endete der letzte Krieg in Mitteleuropa – und drei Jahre später wurde ich geboren und habe damit bis heute in sieben Jahrzehnten keinen Krieg erlebt. Wenn das kein gutes Timing ist…

Ob die Menschheit aber das Jubiläum „75 Jahre ohne Krieg in Mitteleuropa“ im Jahr 2020 noch feiern kann, erscheint vielen inzwischen mehr als fraglich. Und dass wir gar 2045 „100 Jahre ohne Krieg in Mitteleuropa“ feiern können, ist angesichts von Autokraten und Rechtsradikalen wie Putin, Orban, Kurz, Erdogan, Seehofer und last not least Trump auf dem Weg in die Diktatur inzwischen kaum noch vorstellbar.

Der Krieg der Reichen gegen die Armen

Dabei hatten wir über sieben Jahrzehnte Zeit, an den wirklichen Ursachen der Kriege zu arbeiten. Aber nahezu alle westlichen Politiker haben lieber daran gearbeitet, sich und ihren Freunden die Taschen zu füllen und sich durch die Bank als willfährige Helfer der internationalen Konzerne, Banken und Milliardäre beim Umbau von Demokratien in Oligarchien und Diktaturen zeigten – für eine Parteispende oder einen fetten Auftrag für den Schwager tun Politiker ja bekanntlich alles.

Politiker haben aus der Welt ein Monopoly-Spielfeld gemacht

Wenn wenige immer reicher und die Armen immer mehr werden – egal welche der etablierten Parteien regieren-, wundert es doch auch nicht, dass immer mehr Menschen in der EU ihre Stimme rechten Rattenfängern geben und so nationalistische und fremdenfeindliche Tendenzen stärken.

Von Politikern ist deshalb kaum Abhilfe zu erwarten. Sie arbeiten nicht wirklich an der Lösung, sondern sind ganz eindeutig ein Teil des Problems.

Jetzt kommen auf Wunsch der „christlichen“ Parteien Konzentrationslager

Soeben hat die EU auf Drängen der von dem senilen Bayern und Innenminister Horst Seehofer (einem echten „Vollhorst“) gehetzten deutschen Kanzlerin Angela Merkel beschlossen, Leute, die in ihren Ländern keine Chance auf ein menschenwürdiges Leben mehr haben und vor Krieg und anderem Elend in die EU fliehen, in Konzentrationslager in der EU einzusperren.

Wer „nur“ Wirtschasftsflüchtling ist, auf den warten dann KZs in Staaten außerhalb der Grenzen der EU.

Die Würde des Menschen ist offensichtlich nicht unantastbar

Macht es denn einen Unterschied, ob man ohne Essen und medizinische Versorgung in zerbombten Häusern im Jemen, Irak oder in Syrien festsitzt oder ob man an der afrikanischen Küste nur noch als Prostituierte oder Kindersoldat etwas trockenes Brot abstauben kann?

Prostituierte funktioniert übrigens nicht mehr ganz so gut, denn Menschen auf der Flucht werden schon jetzt in den Lagern Libyens von morgens bis abends vergewaltigt – wer braucht da noch bezahlte Sexarbeiter?

Zerstörung der Wirtschaft in Entwicklungsländern durch Abkommen

Die früher durchaus vorhandene eigene Wirtschaft in Afrika haben wir doch inzwischen recht gründlich platt gemacht, und zwar mit „Abkommen“ zum Export unseres Schrotts von kaputten Autos und Fernsehern, Überschwemmung des Schwarzen Kontinents mit Hühnerflügeln und -füßen und dem Wegfangen aller Fische mit schwimmenden Fischfabriken vor der afrikanischen Küste, auf denen in aller Regel Menschen aus Asien wie Sklaven für Brot und Wasser arbeiten müssen.

Müllstrudel bedecken die Meere

Im Gegenzug für die weggefangenen Fische, die diese Menschen dringend zum Essen und Überleben brauchten, lassen wir ihnen riesige Müllhalden aus Polystyrol, Polyvinylchlorid und anderen Leckerchen auf dem Meer zurück.

Alleine der pazifische Müllstrudel ist inzhwischen schon auf die fünffache Größe von Deutschland angewachsen:

Nach dreijährigen Forschungsexpeditionen kommt das internationale Team von Wissenschaftlern der Ocean Cleanup Foundation jetzt zu dem Schluss, dass allein in dem Gebiet von 1,6 Millionen Quadratkilometern zwischen Nordamerika und Asien nordöstlich von Hawaii an die 80.000 Tonnen Plastik treiben.

Diese Fläche ist immerhin 4,5 mal so groß wie Deutschland und damit fast so groß wie ganz Europa – und es gibt noch viele weitere dieser Plastikmüllteppiche auf den Weltmeeren!

Wir töten unseren Planeten Erde – das ist Selbstmord!

Am schlimmsten sind die Folgen des vollständig ungebremsten Raubtier-Kapitalismus neoliberaler Prägung nach Gutsherrenart bei unserem Planeten selbst.

Der vor wenigen Monaten verstorbene geniale Kosmologe Stephen Hawking aus Cambridge hat kurz vor seinem Tod deutlich darauf hingewiesen, dass die Menschheit keine Alternative zum Planeten Erde hat und untergehen wird, wenn sie in den nächsten hundert Jahren keine andere bewohnbare Welt erreicht.

Denn die Klimagase unserer Autos, Kreuzfahrtschiffe, Flugzeuge, Schlachttiere und natürlich auch die Rülpser und Fürze von über 7 Milliarden Menschen lassen das Land verdorren, Inseln im Meer versinken und Eisberge schmelzen.

Selbst Milliardäre wie George Soros haben den Schuss inzwischen gehört

Selbst der bekannte US-Milliardär und Investor George Soros zeichnete beim Weltwirtschaftsforum vor ein paar Monaten in Davos ein sehr düsteres Bild von der Zukunft.

Der 87-Jährige Investor warnte bei seinem alljährlichen Dinner dort vor einem möglichen Atomkrieg, vor den Folgen des Klimawandels und ganz besonders vor der Macht der Internetkonzerne.

Die Macht der Internetkonzerne

Die „immer mächtiger werdenden Monopole“ Facebook und Google könnten sich „mit autoritären Regimen“ verbünden, und Davos sei ein „guter Ort, um zu verkünden, dass ihre Tage gezählt sind“, warnte Soros auf dem Weltwirtschaftsforum.

Dabei verglich der Multimilliardär diese Konzerne mit Überwachungsstaat-Szenarien aus der Literatur: Die Internet-Konzerne könnten „ein totalitäres Netzwerk schaffen, wie es sich Aldous Huxley und George Orwell nicht besser hätten ausdenken können“, sagte Soros in Anspielung auf die Romane „Schöne neue Welt (Brave New World)“ von Aldous Huxley und „1984“ von George Orwell.

Foto: George Soros Weltwirtschaftsforum Davos,Sebastian Derungs, CC BY-SA 2.0

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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