Das Wort zum Sonntag: Ende der schwarz-gelben Koalition rückt näher

Für heute um 14 Uhr hat das Netzwerk Creative Lobby of Future zur Demo gegen Noch-Bundespräsident Wulff vor dem Schloss Bellevue, Spreeweg1, Tiergarten, aufgerufen. Diese Baustelle alleine hat das Potential einer empfindlichen Schwächung der Koalition – schließlich war Christian Wulff der Wunschkandidat von Noch-Regierungschefin Angela Merkel.

Parallel dazu löst sich der Koalitionspartner FDP regelrecht auf. Der gestrige Tag des Dreikönigstreffens der FDP war von Anfang an von den 2 Prozent überschattet, die der Deutschlandtrend der ARD der FDP bei den Wählern noch zubilligte.

Von einer „Aufbruchsrede“ des Vorsitzenden der Kindergartentruppe, Philip Rösler, konnte nicht die Rede sein, obwohl Fädenzieher Brüderle nicht sprechen durfte, um die Schwächen Röslers nicht zu deutlich zu machen.

Was Rösler dann als die Zukunftsaussage der FDP hinstellte, war die alte und schon immer falsche Theorie vom allseligmachenden Wachstum, weil nach Aussage von Rösler alle anderen Parteien beginnen, vom Wachstum Abstand zu nehmen. Manchmal hat es einen guten Grund, warum alle anderen von bestimmten Dingen Abstand nehmen, Herr Dr. Rösler.

Spätestens seit der Studie „Die Grenzen des Wachstums“ aus dem Jahre 1972, für die der Club of Rome 1973 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhielt, wissen wir, dass es auf begrenzten Territorien kein unbegrenztes Wachstum geben kann. Das ist übrigens auch der Grund, warum sogenannte „Kettenbriefe“ verboten sind.

Das Wachstum hat den Deutschen drei Dinge gebracht: Eine Umverteilung des Vermögens von Arm nach Reich, die Verschuldung der Kinder und Kindeskinder in einer Größenordnung, die unsere Nachkommen nicht mehr zurückzahlen können (2.028 Milliarden € waren es vorhin noch, inzwischen sicher schon wieder mehr) und last not least die inzwischen schon nicht mehr umkehrbare Zerstörung unseres Planeten.

Naja – als Intelligenzbestie ist der komische Doktor Rösler wohl bei niemandem rübergekommen. Noch während er sich in Tiraden über die neuentdeckte Wachstumspartei FDP ergoß, kam die Nachricht, dass die Jamaica-Koalition im Saarland am Ende war. Weniger durch Streit zwischen den Parteien, sondern durch interne Querelen der FDP.

Die dortigen FDP-Politiker zeigten eine beeindruckende Performance: Der Vorsitzende wechselte in die CDU-Fraktion, der Nachfolger konnte erst gar nicht antreten, weil die Staatsanwaltschaft hinter ihm her war. Sie zeigten sich auch noch gegenseitig wegen Korruption an.

Die Ära Merkel ist definitiv zu Ende – es fehlt nur noch jemand, der es der Frau erklärt…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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