Das Wort zum Sonntag: Joachim Gauck wird heute zum Bundespräsidenten „gewählt“

Man kann nun wirklich nicht von einer Wahl sprechen. Es gibt zwar eine Alternativ-Kandidatin der Linken, Beate Klarsfeld, aber eine echte Alternative ist sie wirklich nicht. Nachdem Frau Klarsfeld 1968 dem damaligen Kanzler Kiesinger wegen seiner Mitläuferschaft beim NS-Regime eine Ohrfeige verpasste, war ihre Aktivität in Deutschland auch schon beendet. Im Grunde ist Frau Klarsfeld ein One-Trick-Pony.

Und diese Ohrfeige ist wohl von der Stasi mit 2.000 DM belohnt worden – auch das nimmt ihr viele Chancen. Die meisten Menschen können sich auch jemanden, der den größten Teil seines Lebens in Frankreich verbracht hat und auch immer noch in Paris lebt, nicht als deutschen Bundespräsidenten vorstellen.

Joachim Gauck wird die „Wahl“ sicher gewinnen, denn alle Ja-Sager aller bürgerlichen Parteien außer der Linken haben sich auf ihn geeinigt. Man fragt sich wirklich, warum dazu der Plenarsaal noch umgebaut werden musste. Das Geld dafür wäre bei den vielen Armen in Deutschland besser angelegt gewesen.

Mir persönlich ist Gauck extrem unangenehm. Ich habe die meisten Berichte und Aussagen der letzten Zeit, insbesondere seine eigenen, gehört, und mir drängt sich der Eindruck auf, dass hier jemand, der in der DDR groß geworden ist, das Westdeutsche System im Vergleich mit der DDR so gut findet, dass er zu keinerlei kritischen Denkansätzen mehr fähig ist.

Er will ja auch als Ziel seiner Amtszeit als Bundespräsident den Leuten das „Bewusstsein“ wiedergeben, dass sie in einem Super-Staat leben und dafür dankbar sein sollten. Und das sehen zunehmend mehr Menschen sehr sehr anders. Ich auch.

Das immer größer werdende Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich sieht der Herr Gauck nicht, und die Occupy-Unterstützer sind in seinen Augen verwirrte Menschen – die Macht der Banken und Finanzmärkte sieht er offensichtlich überhaupt nicht. Und über Korruption, über die ja sein Vorgänger gestolpert ist, redet Herr Gauck offensichtlich auch nicht gerne, dann schon lieber über die linke Diktatur in der ehemaligen DDR, die lange Geschichte ist. Zur Not tun es aber auch ein paar freundliche Worte zu den Aktivitäten von Herrn Sarrazin…

Mein Präsident wird er nie sein.

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