Datenleck in Corona-Testzentren  

Der Chaos Computer Club (CCC) hat mehrere Schwachstellen in einer Software aufgedeckt, die in vielen Corona-Testzentren genutzt wird. Die Daten von Tausenden Getesteten inklusive der Befunde lagen zeitweise ungeschützt im Netz.

Wer einen Coronavirus-Test macht, muss dazu seine Kontaktdaten angeben, damit er im Falle eines positiven Befundes erreichbar ist. müssen Dermaßen sensible Gesundheitsdaten sollten eigentlich besonders gut geschützt werden. Aber bei einer Software für Testzentren hat es ein massives Datenleck gegeben.

Dadurch konnte jedermann ca. 136.000 ungeschützte Datensätze zu durchgeführten Corona-Schnelltests wochenlang im Netz abrufen. Unbefugte hätten nicht nur die Testresultate, sondern auch Namen, Adressen und andere persönliche Informationen der Getesteten einsehen können.

Vollständige Befunde lagen ungeschützt als PDFs im Netz

Schuld an der Datenpanne war demnach eine Sicherheitslücke in der Software mit dem sinnigen Namen „Safeplay“, die das Berliner Testzentrum zur Terminvergabe und Übermittlung des Testergebnisses nutzte.

Dabei wurden die vollständigen Befunde zeitweise nämlich auch in ungeschützten PDFs abgelegt. Diese Dokumente enthielten Namen, Anschrift, Emailadressen und Telefonnummern der Getesteten, den Zeitpunkt und das Ergebnis des Tests. Um das Dokument zu öffnen, war kein Passwort nötig und Unbefugte hätten es einfach herunterladen können.

Fehlerhafte Software wird auch an anderen Standorten genutzt

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung könnten neben dem Testzentrum in Berlin auch noch weitere Einrichtungen von dem Problem betroffen sein, denn diese Software von Medicus AI wird in mehr als 150 Testzentren in Deutschland und Österreich eingesetzt. Bisher trat das Datenleck schon in Testzentren in München, Berlin, Mannheim und Klagenfurt auf.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Internet, News, Sicherheit, Soziales abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.