DAX geht trotz Negativzins und Schrott-Ankäufen abwärts

Es bleibt noch Hoffnung, dass der Kurs des deutschen Leitindex DAX noch im alten Jahr den fünfstelligen Bereich verlässt – nur noch 600 Zähler trennen den DAX von der Vierstelligkeit.

Ein Blick auf den Ist-Zustand

Die Bewertung der 30 stärksten deutschen Unternehmen hat spätestens mit EZB-CHef  Mario Draghis Negativzinsen, gekoppelt mit  den massiven Ankäufen von EU-Schrottpapieren (Quantitative Easing, QE) für mehrere Dutzend Milliarden Euro im Monat, die im Keller der EZB in Frankfurt weiter vor sich hin schimmeln, den Boden der Realität schon lange komplett verlassen.

Bevor Sie Ihr sauer verdientes Geld an die Börse tragen, können sie es besser bei einem Hütchenspieler in den Nebengassen des Amsterdamer Rotlichtbezirks zu vermehren versuchen – die Erfolgschancen sind in etwa gleich, aber in Gesellschaft der geilen Ladies macht das Geldverbrennen einfach mehr Spaß!

Die Politik mach das Unmögliche möglich

Wenn jemand jahrelang keine Nahrung mehr zu sich nimmt und trotzdem immer fetter wird, hilft nur noch ein Eingriff in die Physik: Die Schwerkraft muss herabgesetzt werden, damit das Gewicht des fetten Mannes noch irgendwie tragbar ist aussieht.

So ähnlich muss die Schnapsidee der unheiligen Union von Politikern und Bankern entstanden sein, die die Mondkurse der Aktien durch Negativzinsen (die reduzierte Schwerkraft) und Zahlung von Billionen von Euro für unverwertbaren imaginären Schrott im Rahmen des Quantitative-Easing-Programms erzeugt hat.

Die fetten Männer in diesem Gleichnis sind die Politiker in den Staaten, die sich bis heute immer mehr verschulden, um trotz leerer Kassen Wohltaten unter dem Wahlpöbel ausstreuen zu können und im Grunde insolvente Unternehmen in die Lage zu versetzen, den durch und durch korrupten Politikern noch Parteispenden in die Kasse zu spülen.

Das ist verbotene Staatsfinanzierung mit der Notenpresse!

Eigentlich ist das eine unerlaubte Staatsfinanzierung, mit der die EZB versucht, den Laden zusammenzuhalten – funktionieren kann das aber nicht, denn sobald Geld wieder Geld kostet, sind viele Staaten schlicht und ergreifend pleite.

Heute wird ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) erwartet, das feststellen soll, ob es sich hier um verbotene Staatsfinanzierung durch die EZB handelt. Ich befürchte allerdings, dass auch die höchsten Richter Europas wissen, aus welchem Topf ihre exorbitanten Gehälter bezahlt werden…

Wer hat’s erfunden? Die Deutschen!

Die Kollateralschäden bei Sparern, Versicherungen und auch dem Rest der Wirtschaft sind den Korrumpels dabei völlig schnuppe – solange ein Teil der frisch gedruckte Kohle weiter in ihre Taschen fließt.

Aktuell ist das Bündnis aus Rechts- und Linksradikalen in Italien das deutlichste Beispiel dafür, aber man sollte nicht vergessen, dass Deutschland schon im letzten Jahrhundert als erster die EU-Finanzregeln mehrfach gebrochen hat – und dafür nicht sanktioniert wurde!

Die von kostenlosem, herumvagabundierendem Geld (nicht nur) in Europa gepimpten Kurse der Unternehmen sehen fünfmal werthaltiger aus, als sie es in der Realität sind. Da ist noch deutlich Luft nach unten!

Deshalb finde ich es auch eine lange überfällige Reaktion des Marktes, dass der DAX trotz all dieser hirnrissigen Manipulationen am Geld durch Banken und Politiker endlich dahin geht, wo er hin gehört.

Dazu muss der Leitindex allerdings nicht nur vierstellig werden, sondern noch einige Tausend weitere Zähler verlieren, um sich wieder der Realität anzunähern.

Die Realität hat die Politik eingeholt

Es ist ja auch schon traurig, dass es Politiker wie Trump, Putin und Erdogan und andere rechte Autokraten in fast allen Ländern der EU sowie Erscheinungen wie Kriege, Strafzölle, den Brexit oder gar Landgewinne mit Panzern und Flugzeugen braucht, um die verlogenste Kurve der deutschen Wirtschaft dahin zurückzubringen, wo sie hin gehört: in den Keller!

EU-Länder wie Italien, Griechenland, Spanien, Irland oder England, aber auch die hoch verschuldeten Amis, Russen und Chinesen dürften sich mit reellen Leitzinsen dann Gedanken machen, wie sie ihre bankrotten Staaten abwickeln können…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Kommentar, News, Politik, Recht, Sicherheit, Soziales, Wirtschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.