Dienstleister droht mit Abschaltung des UKW-Radios

Heuschrecken drohen, das UKW-Radio nächste Woche abzuschalten

Noch immer hören die meisten Menschen in Deutschland Radio über UKW-Empfänger. Insgesamt sollen es 10 Millionen Hörer sein. Nachdem Media Broadcast seine Antennen an Finanzinvestoren (aka Heuschrecken) verkauft hat, wollen die jetzt mehr Geld – wie Heuschrecken das halt so machen…

Diese Finanzinvestoren wollen jetzt 50 Prozent Aufschlag für die Nutzung ihrer Antennen, was die ausschließlich werbefinanzierten Sender nicht aufbringen können. Und wenn sie das nicht kriegen, soll es ab nächsten Mittwoch auf den Frequenzen nur noch Rauschen geben. Früher nannte man so etwas Erpressung – schließlich gibt es für den UKW-Rundfunk keine Alternative zur Nutzung der vorhandenen Antennen.

Das Geschäftsmodell von Heuschrecken ist lange bekannt

Jeder weiß, was passiert, wenn man öffentliche Infrastruktur wie Wohnungen oder Autobahnen an Heuschrecken verkauft, und das ist bei Rundfunkantennen nicht anders:

Die Preise gehen herauf, die Leistungen herunter. Warum Media Broadcast bereit war, ausgerechnet nur die Antennen an Finanzinvestoren zu verkaufen, sollte eigentlich die Staatsanwälte interessieren.

Es geht neben privaten Sendern wie Hit FFH um öffentlich-rechtliche Radiosender wie MDR, NDR MeckPomm und Deutschlandradio.  Auch Radio NRW ist von dieser Nötigung betroffen und könnte Mitte nächster Woche abgeschaltet werden.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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