Der Höhenflug des Bitcoin im Realitätscheck

Mit ihrem Aufstieg in den klassischen Finanzmarkt durch die erste Ausgabe von Futures an einer regulierten Börse am letzten Montag ist die Kryptowährung Bitcoin jetzt noch gefragter als schon bisher.

Nach einem sprunghaften Kursmaximum von über 20.000 Dollar am Donnerstag ging  das digitale Geld auf den wichtigsten Handelsplätzen bei einem Kurs von ungefähr 15.000 US-Dollar in die Weihnachtspause, wie der Chart zeigt.

Finanzmarkt macht Bitcoin zum Spekulationsobjekt

Es ist schon eine Art Realitätscheck, den das Kryptogeld gerade durchläuft, und dabei schlägt sich der unregulierte Bitcoin durchaus deutlich besser, als von vielen Marktkennern erwartet.

Allerdings zeichnet sich auch schon deutlich ab, dass Bitcoins wegen der extremen Kursschwankungen kaum noch zum Bezahlen, sondern fast nur noch zur Spekulation genutzt werden – und zum in aller Regel nicht erfolgreichen Freikauf verschlüsselter Computer bei den kriminellen Hintermännern von Erpressungstrojanern.

Aus Long Island Iced Tea wird Long Blockchain Corp

Es gibt aber auch noch deutlich bizarrere Blüten, die das junge Blockchain-Gewächs Bitcoin aktuell treibt:

So vereinnahmte der Getränkehersteller Long Island Iced Tea aus New York das Prinzip  Bitcoin  in dieser Woche für seinen Firmennamen. Direkt nachdem er sich in Long Blockchain Corp umbenannte, stieg der Aktienkurs des Unternehmens an der Börse um über 200 Prozent.

Der Begriff Blockchain verweist auf die Basistechnologie des Bitcoin. Dass die Limo-Firma jetzt angeblich in sie investieren will, lockte die Anleger – ein durchaus auch von anderen Protagonisten bekannter Effekt.

Aber eine Wertsteigerung von über 200 Prozent für einen neuen, vollkommen unpassenden Firmennamen – da frage ich mich schon, was da so alles in dem Eistee drin ist…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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