Der katastrophale Katastrophenschutz

Schon im Vorjahr hatte der letzte durchgeführte bundesweite Warntag desaströse Ergebnisse, deshalb wurde der diesjährige „Sirenentest“ 14 Tage vor der Hochwasser-Katastrophe um ein weiteres Jahr verschoben – angeblich, weil gerade eine „umfassende Testumgebung aufgebaut“ wird. Wir berichteten am 1. Juli darüber.

Vor den Tests in dieser „Testumgebung“ machte aber der Klimawandel mit einem in einer Omega-Schleife des Norpol-Jetstreams gefangenen und rotierenden Tiefdruckgebiet einen Test in real life – und der ging voll in die Hose.

Dann rauschten letzte Woche die Fluten durch Städte und Dörfer

Es zeigte sich schnell, dass die Infrastruktur der Katastrophenwarnung genau so wenig wie für die Durchführung eines erfolgreichen Warntages geeignet war und ist wie für die echte Katastrophe:

Sirenen waren abgebaut, Lautsprecherwagen konnten nicht mehr durch schon überschwemmte Straßen fahren, Handy-Warnapps wie Nina versagten, weil die Mobilfunkmasten und ganze Mobilfunknetze stromlos oder zusammengebrochen waren.

Seehofer: „Unser Warnsystem hat funktioniert.“

Fast 200 Menschen sind tot, und es gibt auch verheerende Sachschäden. Hätte man das nicht verhindern oder wenigstens abmildern können, wenn die Menschen besser gewarnt worden wäre? Fast alle Experten sprechen von Versäumnissen, der Chef der zuständigen Seehofer-Behörde weist die Kritik aber zurück: „Unser Warnsystem hat funktioniert.“

Foto: Seehofer, Ralf Roletschek, CC BY-SA 3.0 de

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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