Der neue Personalausweis erweist sich als Nullnummer

Seit seiner Einführung vor genau einem Jahr sind 8 Millionen neue Personalausweise (nPA) ausgegeben worden und bis zum Jahresende sollen es 10 Millionen sein. Das Hauptargument für den Ausweis ist seine Funktion als elektronischer Identitätsnachweis. Und genau dafür wird er von den Menschen nicht gebraucht.

Es fehlt an der Akzeptanz der Benutzer, denn nur ein Drittel der Inhaber will die Indentitätsnachweis-Funktion haben. Aber auch die Akzeptanzstellen fehlen weitgehend. Nur eine Handvoll Bundesbehörden, einige kommunale Verwaltungen und die Rentenversicherung bieten einen Service, der mit dem nPA zu nutzen ist. Von den 52 Millionen Kunden der Rentenversicherung haben sich gerade mal 300 ! mit dem neuen Personalausweis angemeldet, das sagt wohl alles.

Während Innenminister Friedrich gestern den Ausweis noch als Vorreiter mit hohem Nutzen lobte, fürchtet Wolfgang Wieland, Obmann der Grünen im Innenausschuss, dass die Bundesregierung zu Zwangsmitteln greift und die Nutzung des nPA zur Pflicht macht.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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