Der Offline-Kandidat Peer Steinrück

Peer Steinbrück „kann Kanzler“, aber Spiegel Online stellt die Frage, ob er auch digital kann. Denn Steinbrück scheut die Sozialen Netze wie der Teufel das Weihwasser.

Im Internet findet Peer Steinbrück politisch kaum und privat gar nicht statt. Seine Facebook-Seite spricht da ja auch Bände. Selbst die von einem Schweizer Banker nach dem von Steinbrück angedrohten „Einritt der Kavallerie“ in die Schweiz gegründete Facebook-Gruppe „Ich könnte Peer Steinbrück pausenlos die Fresse polieren“ hat nur noch wenige Mitglieder.

Wie er da den potentiellen Wählern sein Eintreten für Hartz IV, Hungerlöhne, Zeitarbeit, Rentenkürzungen und andere zum Himmel stinkende Ungerechtigkeiten verklickern möchte, bleibt offline.

Gefragt, wie er denn seine eigene Internet-Kommunikation beschreiben würde, antwortete er neulich bei einer Podiumsdiskussion: „Mir wird von meinen Mitarbeitern geschildert, was dort passiert.“ Andere Steinbrück-Aussagen: „Ich twittere nicht. Facebook machen meine Mitarbeiter.“ Dabei inszenierte er sich auch noch als Verteidiger des kleinen Mannes: „Der Stahlkocher von Krupp in Duisburg ist eben nicht in der Lage, sich an Liquid Democracy zu beteiligen.“

Foto: Dirk Vorderstraße, CC-Lizenz

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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