Der Weltnichtrauchertag 2022

Zum Weltnichtrauchertag am heutigen 31. Mai warnt unter anderem Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher vor den Gefahren des Tabakkonsums für Gesundheit und Umwelt: „Rauchen gilt als das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko, es macht psychisch und körperlich abhängig und ist für etwa ein Drittel aller Krebs-Neuerkrankungen verantwortlich. Zudem schaden Giftstoffe aus weggeworfenen Zigaretten massiv der Umwelt, wie jüngst erst wieder die Weltgesundheitsorganisation konstatiert hat.“

Das Motto: Save (y)our Future

Der Weltnichtrauchertag steht in diesem Jahr unter der Überschrift „Save (y)our Future“„Rette deine und unsere Zukunft“. Gesundheitsministerin Nonnemacher erläutert dazu: „Dieses Motto bringt es auf den Punkt: Es geht um die eigene Gesundheit, aber auch um die der unmittelbaren Umgebung. Nicht zu rauchen oder damit aufzuhören zahlt sich also gleich mehrfach aus. Wer das Rauchen aufgibt, fühlt sich bereits nach kürzester Zeit gesünder und gewinnt an Lebensqualität. In Brandenburg rauchen immer weniger Menschen. Besonders freue ich mich darüber, dass bei den Jugendlichen das Rauchen zunehmend uncool ist. Die Erfahrung zeigt: Wer als junger Mensch nicht raucht, wird es auch später kaum tun und die Folgen des Tabakkonsums werden meist erst Jahrzehnte später offenbar.“

Bisher keine echte Hilfe zum Ausstieg aus dem Tabakkonsum

Aber 24 Prozent der Deutschen rauchen immer noch und nehmen dabei die potenziellen Folgen für ihre Gesundheit leichtfertig in Kauf. Es hat aber auch damit zu tun, dass es keine echte Hilfe beim Ausstieg gibt.

COPD lässt grüßen – und versaut einem den Lebensabend

Als ich vor fünf Jahren bei der Krankenkasse nachfragte, ob sie Hilfsmittel wie Nikotin-Pflaster und -Kaugummis zahle, erntete ich ein klares “Nein!” Inzwischen habe ich ein sattes Lungenemphysem und kann meine Wohnung wegen Atemnot bei leichtesten Anstrengungen nicht mehr verlassen.

Um nur ein Butterbrot zu schmieren, muss ich mehrere Pausen einlegen und mich dabei immer wieder hinsetzen. Zum Lungenarzt in Senden komme ich wegen mangelnder Mobilität nicht mehr – ich schaffe es noch nicht einmal mehr zu meinem Hausarzt, obwohl ich schon zu einem Arzt gewechselt habe, der im Nachbarhaus wohnt…

In den letzten drei Jahren hatte ich ein gutes Dutzend stationäre Aufenthalte vom Krankenhaus Lüdinghausen und Dülmen und über das Franziskus-Hospital Münster bis zur Uniklinik in Münster. Jede Menge Kardioversionen, eine Ablation, Herzkatheter – alles ohne jeden merklichen Erfolg – es war wohl zu spät. Und hat vermutlich auch deutlich mehr gekostet als Pflaster und Kaugummis…

Da frage ich mich schon, ob die hohen Steuereinnahmen aus dem Zigarettenkonsum der Politik wichtiger sind als die Gesundheit der (Noch-)Raucher.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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