DHL befeuert schon wieder den Drohnen-Schwachsinn

DHL-Drohne2Die Deutsche Post testet ihre Ende vergangenen Jahres vorgestellte Paketdrohne schon wieder im Einsatz. Bei dem Feldversuch soll ein „DHL-Paketkopter“ in den kommenden Monaten Medikamente von der niedersächsischen Hafenstadt Norden zu einer Apotheke auf der Nordsee-Insel Juist transportieren.

Erste Testflüge mit dem unbemannten Fluggerät fanden schon letzte Woche statt, sagte ein DHL-Sprecher. Und Ende letzten Jahres haben sich alle Logistikfirmen von Amazon über UPS bis DHL auf den Drohnen-Trip gemacht – vermutlich, um damit innovativ auszusehen.

Dass die paar Kilo Zuladung nicht für eine Insel mit ca. 1.500 Einwohnern ausreichen, ist doch mehr als offensichtlich. Und von eine Dauergenehmigung zum Flug außerhalb des Sichtbereichs des Piloten ist trotz alle Sprüche von Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes nichts bekannt – die würde auch eine genehmigende Behörde wohl kaum erteilen.

Apropos Genehmigung: Auch in dieser Testphase muss jeder Flug einzeln genehmigt werden. An Start- und Landeplatz muss je ein Pilot stehen und der Flug muss auch überwacht werden, damit er keiner Cessna ins Gehege kommt. Denken Sie mal drüber nach, wie teuer da ein kostendeckendes Porto sein müsste!

Und sollte ich mal einen kleinen Karton mit Medikamenten gut gebrauchen können, reicht ja eigentlich ein Jagdausflug zum Strand zum Drohnen Schießen..

Da kann man doch das Paket besser mit dem Schiff, das sowieso schon die restlichen Pakete auf die Insel befördert, mitfahren lassen. Das ist sowohl billiger als auch in jeder Beziehung sicherer.

Es ist halt wieder eines der typischen sinn- und nutzlosen Uni-Projekte, wo sich ein paar Jungprofessoren, diesmal von der RWTH Aachen, profilieren und etwas Forschungsgeld verplempern dürfen, damit ein Konzern „gut aussieht“ – die dazugehörigen Veröffentlichungen der Pressebüros der Hochschulen kenne ich als Blogger zur Genüge. Und Sie finden in der Regel nur 2 (wortgleiche) Veröffentlichungen davon, eine vom Pressebüro der Uni und eine von einem Server für „wissenschaftliche“ hust, hust Veröffentlichungen.

Die Projektbeteiligten stellen darin selbst den kleinsten Fortschritt oder die Kopie seit Jahrzehnten bekannter Verfahren als den letzten Durchbruch an der Wissenschaftsfront dar – dabei spielen in Wirklichkeit nur ein paar Manager und Professoren mit einem Modellflugzeug.

Am Freitag soll der reguläre Lieferbetrieb mit der Apotheke aufgenommen werden. Man kann aber auch drauf warten, bis der Unsinn wieder eingestellt wird.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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