Die Bayer AG zelebrierte gestern den Weltverhütungstag

Für den deutschen Chemiekonzern Bayer AG, den weltgrößten Anbieter von hormonellen Verhütungsmitteln, ist der Weltverhütungstag eine besondere Art Werbegeschenk: Gestern nutzte der durch das Desaster des Kaufs von Monsanto schon schwer angeschlagene Konzern den Tag, um im Rahmen  seiner  Kampagne „Your Life“ Werbung für seine Produkte zu machen.

Der Weltverhütungstag wurde erst vor zwölf Jahren initiiert. Bayer listet auf seiner Internetseite zur Kampagne zahlreiche Partner auf, darunter auch den Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen UNFPA, die US-Regierungsorganisation USAID und auch Fachverbände von Ärzten.

Kampagnenseite der Bayer AG ist „sub omnibus canonibus“

Die Internetseite ist auffällig schlecht gemacht, hat völlig inakzeptable Ladezeiten, eine deutsche Sprachversion fehlt, und die Seite zur Kampagne informiert auch völlig einseitig, besonders dann, wenn es um den Vergleich von Verhütungsmethoden geht.

Zu den hormonellen Mitteln finden sich zwar auch Informationen darüber, dass sie Stimmungsschwankungen auslösen können – aber nicht der geringste Hinweis auf Depressionen als mögliche Nebenwirkungen der Pillen aus dem Hause Bayer. Dabei müssen seit ein paar Monaten in der EU Suizidrisiken im Beipackzettel erwähnt werden – aber auch hierzu verliert der Konzern kein Wort!

Anstelle einer Warnung werden auf der Kampagnenseite die Nachteile der Antibabypille in einer Vergleichstabelle als gering bewertet. Zur Pille liest man dort, dass man sie jeden Tag nehmen müsse, und zu Kondomen, dass deren Benutzung zu einer Unterbrechung des Sex führen würde.

Die gesundeste Empfängnisverhütung

Deshalb möchte ich hier noch einmal die beste Variante der Empfängnisverhütung beim Sex in Erinnerung bringen: den Apfel. Nicht vor dem Sex, auch nicht danach, sondern stattdessen…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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