Die berüchtigte Liste der Prüfstelle mit indizierten Internetseiten

BPjMLeakDiese nicht öffentliche URL-Blacklist mit jugendgefährdenden Internetadresse von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien benutzen viele Schutzprogramme, um Jugendliche und Kinder von den darin enthaltenen Internetseiten fernzuhalten.

Ein Hacker hat jetzt die (schlecht) verschlüsselte Liste, die auch als BPjM-Modul bekannt ist, entschlüsselt und im Internet veröffentlicht, wo sie als BPjM-Leak bekannt ist. Wenn man sich die Liste genauer ansieht, fragt man sich, warum darum so ein Aufstand gemacht wird.

Es ist einfach nur eine (veraltete) Liste mit Seiten, die Kinder nicht sehen sollten. Das meiste sind Porno-Seiten, es sind aber auch viele Nazi-Seiten darunter. Die Hälfte der gut 3.000 Internetadressen sind schon nicht mehr aktiv – für eine gute, aktuelle Sperrliste ist das schon ein schlechter Witz. Als Wegweiser für Pornofreunde mag sie aber noch ihre Berechtigung haben…

Sie können sich die Liste hier anschauen und sie auch herauskopieren. Wegen der rechtlichen Unsicherheit ist sie allerdings nicht auf diesem Server gespeichert, sondern wird von der Quelle aus hier eingeblendet.

Im Mesh-Web liest sich das so:

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat den Hacker angezeigt, der eine Liste der von der BPjM indizierten Telemedien (BPjM-Leaks) veröffentlicht hat. Die BPjM weist ausdrücklich auf das Risiko hin, das von der Liste ausgeht:
Einige der in der Sperrliste aufgeführten Internetangebote können schon allein durch den Aufruf der entsprechenden Website strafrechtliche Ermittlungen gegen den Besucher der Seite nach sich ziehen, eine Rechtsauffassung, die von den Anwälten meiner Quelle mesh-web nicht geteilt wird.
Leider geht die Warnung der BPjM vor der als “BPjM-Leaks” bekannten Liste der indizierten Webseiten nicht weit genug: Die Bundesprüfstelle verabsäumte, die Internetadresse der Seite mit den indizierten Internetadressen zu veröffentlichen, damit Eltern durch entsprechende Sperren ihre Kinder davor schützen können, diese Seite irrtümlich aufzurufen.
Vorhandene Filterprogramme sollten deshalb unbedingt daraufhin geprüft werden, ob die Url https://bpjmleak.neocities.org/ gesperrt ist. Der Bundesprüfstelle sei dringend angeraten, jugendgefährdende Medien zu löschen, statt sie nur zu indizieren.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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