Die Cannabis-Plantage von Bremen

Im Stadtstaat Bremen hat die Polizei am Wochenende eine riesige Marihuana-Plantage ausgehoben. Im Keller einer Lagerhalle fanden die Drogenfahnder auf einer Fläche von 1400 Quadratmetern ungefähr 6700 Hanfpflanzen.

Mit separaten Lager-, Pflanz- und Aufenthaltsräumen habe die Keller-Plantage Ähnlichkeit mit einer „industriellen landwirtschaftlichen Produktionsstätte“ gehabt, teilte die Polizei mit. Der Fund soll die größte je in der Hansestadt gefundene Marihuana-Plantage sein.

Details der Polizeiaktion in Bremen

Nach dem Bericht wuchsen die Pflanzen im Keller des Gebäudes im Bremer Süden. Die Beamten gehen davon aus, dass sich aus den jetzt beschlagnahmten Pflanzen 170 Kilogramm Marihuana (Gras) gewinnen lassen. Drei Männer zwischen 35 und 50 Jahren wurden dabei festgenommen, einer von ihnen kam sogar in Untersuchungshaft.

Neben der Bremer Polizei waren auch Zoll, Staatsanwaltschaft und Kräfte der niedersächsischen Polizei an dem Zugriff am Samstag beteiligt, was die Polizei aber erst gestern berichtete. Die Ermittlungen in dem Fall sollen noch weiter andauern.

Hoffen wir mal, dass die Cannabis-Freunde in Bremen trotzdem sich ihr Weihnachtsfest noch mit einem Tütchen Gras verschönern können.

Die gefährlichsten Drogen sind legal

Die gefährlichste Droge in Deutschland sind eindeutig der Alkohol und der Tabak – und beide überall im Lande frei zu kaufen. An dem Stoff aus der Flasche sterben bei uns in Deutschland mindestens 74.000 Menschen. Ca. 9,6 Liter reinen Alkohol trinkt der Durchschnitts-Deutsche (meinen Schnaps muss allerdings jemand anders mittrinken…) und ungefähr 2 Millionen Menschen sind bei uns alkoholabhängig.

Auch der frei zu kaufende Tabak hat es in sich, daran sterben in Deutschland jährlich sogar 120.000 Menschen.

Durch Hanfgenuss ist bisher noch kein einziger Todesfall bekannt geworden – ob das der Grund sein könnte, warum Politiker ausgerechnet die sanfte Droge entgegen der Entwicklung im Rest der Welt verboten halten?

Damit treiben sie die Hanfraucher in die Arme von Straßendealern, bei denen dann immer wieder gefragt wird: „Möchtest Du vielleicht auch etwas Härteres? Chrystal, Koks, Extasy oder Heroin vielleicht?“ Es wird dringend Zeit für eine Drogenpolitik 4.0…

Foto: Polizei Bremen

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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