Die GVU schickt jetzt eigene Ermittler in die Kinos

Layout03bMit Hilfe von forensischen Markierungen in den Kinofilmen (Bild und Ton) hat die GVU, ein Verein aus Berlin mit dem Namen „Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V.“, nach eigenen Angaben mehrere Kinos ermittelt, in denen Filme während der Vorstellung abgefilmt wurden.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass im Jahr 2000 das erste Mitglied der GVU der Softwarehersteller Microsoft war. Aus ihrer freiwilligen Kooperation mit der NSA und anderen Geheimdiensten wissen die ja, wie man Menschen ausspioniert…

Vor drei Tagen haben nach einem Bericht von Golem drei „Ermittler“ dieser „ehrenwerten Gesellschaft“ eine Frau, die angeblich den (ziemlich schlechten) Film „Wolverine – Weg des Kriegers“ abfilmte, in einem Kino in Mannheim „zur Strecke gebracht“.

Waidmannsheil!

Dieser Verein von „Rechteverwertern“ hatte noch nie Hemmungen, mit illegalen Aktionen ihr Geschäft zu befeuern, hier ein Auszug aus der Wikipedia:

Im Januar 2006 war die GVU selbst Gegenstand von Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft Ellwangen beschuldigte den Verein, selbst die illegale Verbreitung urheberrechtlich geschützten Materials gefördert zu haben. Der Verein habe einen Administrator des sogenannten IOH-Servers bezahlt, über den zahlreiche Release-Gruppen kopierte Medien gesammelt und verteilt hätten. Außerdem wurde dem Verein vorgeworfen, direkt Hardware für den Betrieb des Servers bereitgestellt zu haben.

Im Zuge der Ermittlungen wurden auch die Geschäftsräume der GVU in Hamburg sowie die Wohnung eines hochrangigen Mitarbeiters durchsucht. Die GVU hat die Durchsuchung offiziell bestätigt und nach eigenen Angaben den Behörden alle notwendigen Informationen zur Verfügung gestellt.

Ist das legaler als der Versuch, sich das von Rechteverwertern und korrupten Politikern gestohlene Recht auf eine Privatkopie wieder zu holen?

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Internet, News, Recht, Soziales abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.