Die IBM feiert Ihren 100 sten Geburtstag

Die IBM Deutschland war mein erster Arbeitgeber in der Wirtschaft. Und ich war sehr stolz, als ich 1968 zum „IBM Service Engineer“ gemacht wurde. Vorausgegangen war ein Test in der Niederlassung Münster am Kreisel in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Eigentlich wollte der IBM-Mitarbeiter, bei dem ich mich aufgrund eine Zeitungsanzeige im 68er Outfit (Lange Haare, Jeans, Lederjacke, alter Mercedes und ein Päckchen Drum-Tabak mit holländischen Blättchen) anmeldete, mich erst gar nicht einlassen. Noch fragte ich mich, warum. Dann meinte er aber „Wenn Sie schon mal da sind, können Sie ja auch gleich die Tests machen…“

Gesagt, getan – ich machte die Tests (Intelligenztests allgemeiner und elekronischer Art mit immer mehr Variablen in immer mehr Varianten) und erfuhr dann, dass ich so gut abgeschnitten hatte, dass man mir als Service-Ingenieur einen Bezirk mit den neuen /3 – Systemen am linken Niederrhein anvertrauen wollte. Und dann kamen folgende Einschränkungen:

„Wir tragen im Winter dunkelblaue und im Sommer hellblaue Anzüge, natürlich mit Krawatte. Und das Fahrzeug, mit dem Sie gekommen sind – wir haben günstige Mitarbeiter-Kredite, kaufen Sie sich was anderes. Achja – das Kraut, das Sie rauchen hat nichts, wir empfehlen Ihnen eine anständige Marke, zum Beispiel ‚Peter Stuyvesant‘.“

Ich muss gestehen, dass ich zwei Jahre für den Laden gearbeitet habe. Als dann meine Tochter geboren wurde, bin ich zurück ins Münsterland gezogen und habe den Dienst bei der IBM quittiert. Jetzt trage ich wieder Jeans und rauche Drum. Und alle Autos sind abgeschafft…

Herzlichen Glückwunsch IBM!

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