Die Linke verlangt Mitgliedsbeiträge von den Ärmsten

stage_logoDie Linke verlangt immer noch Mitgliedsbeiträge von Menschen, die Hartz 4 bekommen, und die gerne in der einzigen linken Partei in Deutschland gegen den Sozialabbau und die menschenunwürdigen Bedingungen für sozial Schwache in Deutschland mitarbeiten würden.

Hier die Email eines enttäuschten ehemaligen Mitglieds der Linken, die das Thema beleuchtet:

Gesendet: Donnerstag, 4. April 2013 18:21
An: vorstandsreferat@dielinke-nrw.de
Betreff: Ihr Newsletter / Mitgliedschaft

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin vor über zwei Jahren aus Ihrer Partei ausgetreten, weil Sie selbst Hartz 4-Empfängern wie mir noch einen Mitgliedsbeitrag abverlangen, wenn sie in der Linken an der Veränderung unserer Gesellschaft mitwirken wollen.

Das verstehe ich bei Parteien wie CDU oder FDP und selbst bei der SPD als Abschottung gegen den „Pöbel“, den man gar nicht in der Partei sehen möchte.

Bei einer angeblich linken Partei ist es für mich aber nicht nachvollziehbar, warum den Ärmsten der Armen, nämlich alleinstehenden Hartz 4-Beziehern, die sich nicht genug zu essen kaufen können, nicht zum Arzt oder in die Apotheke gehen können und auf Kleiderspenden angewiesen sind, noch einen Mitgliedsbeitrag abverlangen, wenn diese durch Mitgliedschaft in der einzigen „linken“ Partei Deutschlands helfen möchten, diese menschenunwürdigen Zustände zu verbessern.

Solche Regelungen können ja wohl nur von Leuten kommen, die mit dem Porsche zum Parteitag der Linken vorfahren…

Die SPD ist inhaltlich kaum noch von der CDU zu unterscheiden, und die Linke ist auf demselben Weg. Sie stoßen durch Forderung von Mitgliedsbeiträgen von Hartzern Ihre ureigenste Klientel vor den Kopf. Machen Sie so weiter, und Sie finden sich als SPD 2.0 wieder.

Bitte senden Sie mir keine Emails mehr – wenn Sie Leute wie mich sowieso nicht partizipieren lassen wollen, ohne dass Sie abkassieren können, ist Werbung für beide Seiten ziemlich kontraproduktiv!

Und denken Sie bitte aus Solidarität zu uns gebeutelter Gruppe mal über Ihre Einstellung zu Mitgliedsbeiträgen von Leuten, die noch nicht einmal genug zu essen haben, nach.

Ich bin zwar arm, aber nicht blöd!

Mit freundlichen Grüßen,

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2 Antworten zu Die Linke verlangt Mitgliedsbeiträge von den Ärmsten

  1. trudi sagt:

    Das verstehe ich jetzt nicht. Selbst wenn zum Austrittszeitpunkt der Mitgliedsbeitrag für ALGII-Empfänger 2,50€ betragen haben sollte, ist das nicht zu hoch.
    Außerdem kann man sich bei der Linken auch als Nichtmitglied einbringen und muss keinen Beitrag zahlen.
    Und Newsletter kann man doch mit ein paar Klicks abbestellen, oder?

    Hier ein Auszug aus der aktuellen Beitragsordnung. Seit wann es die Regelung der Beitragsaussetzung gibt, weiß ich nicht.
    http://www.die-linke.de/partei/dokumente/bundesfinanzordnungderparteidielinke/2beitragsordnung/
    § 2 Beitragsordnung
    1. Die Mitgliedsbeiträge sind die Haupteinnahmequelle der Partei. Ihre ordnungsgemäße und vollständige Kassierung ist wesentliche Voraussetzung für die Finanzierung der politischen Arbeit der Partei.

    2. Jedes Mitglied ist zur regelmäßigen Zahlung seines Mitgliedsbeitrages auf der Grundlage der gültigen Beitragstabelle verpflichtet. Für Mitglieder ohne oder mit geringfügigem Einkommen beträgt der monatliche Mindestbeitrag 1,50 Euro. Der Mitgliedsbeitrag ist jeweils zu Beginn des Zahlungszeitraumes fällig. In begründeten Härtefällen kann ein Mitglied mit Zustimmung des zuständigen Gebietsvorstandes bis zu einem Jahr von der Beitragszahlung befreit werden.

  2. Pingback: Die Linke zockt sogar noch Ex-Mitglieder ab | Klaus Ahrens: News, Tipps, Tricks und Fotos

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