Die Lüge von der Fluorid-Lüge: Macht Zahnpasta krank?

ZahnpastaWeil eine Britin sich ihre Zähne mit Tee zerbröselte, geht wieder einmal eine Welle von unsachlichen Berichten über eine angebliche “Fluorid-Lüge” durchs Internet. Deshalb bemühte sich jetzt der Spiegel um Aufklärung.

Pseudo-Chemiker wettern erneut gegen mit Fluorid angereicherte Zahnpasta, seit die Geschichte dieserer englischen Lady die Runde macht. Die Schäden an ihrem Gebiss stammen in der Tat von Fluorid in ihrem Tee.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass diese Lady sich jeden Tag mehrere Kannen schwarzen Tee braute und in jede davon 100 bis 150 Teebeutel hängte.

Sehr stark musste das Gebräu sein, extrem stark. 17 Jahre lang frönte diese Frau ihrer extremen Tee-Leidenschaft, dann musste sie ins Krankenhaus – wohl kein Wunder bei diesem exorbitanten Konsum.

Heute belegt eine große Anzahl von Studien absolut zweifelsfrei die positive Wirkung des Spurenelements. Mit modernen Zahnpasten werden durch das Fluorid bis zu 40 Prozent aller Kariesfälle verhindert.

Der Nutzen ist auf höchstem wissenschaftlichen Niveau untersucht“, sagt Univ.-Prof. Dr. Stefan Zimmer, der an der Universität Witten/Herdecke den Lehrstuhl für Zahnerhaltung und Präventive Zahntechnik leitet.

Die Stiftung Warentest bewertet das Spurenelement sogar als so bedeutend, dass alle Zahnpasten ohne Fluorid in ihren Tests sofort durchfallen.

Dass trotzdem viele Menschen gegenüber dem Fluorid skeptisch sind, liegt vermutlich auch an einem chemischen Missverständnis:

Anders, als es der Name vermuten lässt, hat Fluorid so gut wie nichts mit dem hochgiftigen, reinen Fluor zu tun. Dieses chemische Element ist tatsächlich hochreaktiv und frisst sich durch viele Materialien hindurch.

Das Fluorid hingegen, das als Salz (zum Beispiel Natrium- oder Kalziumfluorid) vorkommt, ist aber weitgehend ungefährlich. Ähnlich ist es beim Kochsalz (Natriumchlorid), das kaum etwas mit dem giftigen Chlor im Schwimmbecken zu tun hat.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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