Die neueste Schnapsidee aus dem Hause Deutsche Telekom:

ReneObermann_am_T-PultAuf dem zweiten Cyber Security Summit in Bonn sprach sich Telekom-Chef René Obermann jetzt für die Einführung eines „Schengen-Routings“ aus, mit dem der europäischen Datenverkehr innerhalb der EU gehalten werden soll.

Das mag er sich wirklich so vorstellen, unter Berücksichtigung der Netzstrukturen geht dieser Vorschlag aber noch nicht einmal als „schlechter Witz“ durch. Denn das ist viel zu physisch gedacht – so arbeiten die Netze nicht.

Genau so wenig, wie man einen katholischen Pfarrer nach interessanteren Sexualpraktiken zwischen Eheleuten fragen sollte, ist ein Finanzfachmann der richtige, neue technische Konzepte für internationale Breitbandnetze zu kreieren.

Und das wird in diesem populistischen, weil von nicht Sachkundigen irgendwie leicht nachvollziehbaren Vorschlag mehr als deutlich.

Diese Schnapsidee gab es allerdings schon mehrfach, Golem schreibt dazu:

Schon Thilo Weichert vom ULD in Schleswig-Holstein legt merkwürdigen Wert darauf, dass die Server, auf denen die Daten Bundesdeutscher gespeichert werden, physisch in Deutschland oder in der EU stehen. Das war auch damals schon Unsinn: Interessant ist nicht, wo die Server physisch stehen, sondern welchen Betriebsprozeduren sie unterliegen und welchen rechtlichen Verpflichtungen ihre Betreiber nachkommen müssen. Und ob das wirkungsvoll kontrolliert wird.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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