Die Perversion des In-App-Kaufs: Ein Raumschiff für 2.500 $

StarCitizenJavelinZerstoererSogenannte In-App-Käufe sind in letzter Zeit stark in der Kritik. Dabei werden die in der Regel als Spiele daher kommenden Programme bzw. Apps als kostenlos oder gratis beworben. Wer aber bei so einem Spiel wirklich Spass oder Erfolg haben möchte, muss Hilfsmittel, neue Leben oder sonstwas gegen echtes Geld während des Spiels online kaufen.

Apple und Google haben schon etwas gelernt

Apple musste Eltern in diesem Jahr über 30 Millionen Dollar zurückgeben, die Kinder für diesen miesen Mechanismus ausgegeben hatten. In den App-Shops von iOS und Android gibt es inzwischen die Möglichkeit, Apps mit diesem Mechanismus auszublenden, und die Bezeichnung „gratis“ oder „kostenlos“ ist bei solchen Apps inzwischen auch nicht mehr zu lesen, um mit der Abzocke keine rechtlichen Probleme zu kriegen.

Star Citizen verkauft seine zahlenden Kunden weiter für dumm

Da wundert es dann schon, dass gerade jetzt das Entwicklerstudio Cloud Imperium Games im Rahmen eines Sonderverkaufs zahlreiche virtuelle Raumschiffe anbietet, darunter das mit Abstand teuerstes Schiff der Zerstörer Javelin, für den Spieler 2.500 US-Dollar bezahlen müssen.

Das virtuelle Raumschiff soll es nur am 28. November 2014 in einer Auflage von 200 Stück zu kaufen geben. Die Firma rechtfertigt den hohen Preis auch damit, dass damit 5.000 Schiffe der Aurora-Klasse als „Discount“ für neue Mitspieler angeboten werden könnten – eine lächerliche Begründung, wenn man die virtuelle Natur der Raumschiffe berücksichtigt. Die kann man nämlich kostenlos beliebig vervielfachen.

Als Trostpflaster wird darauf hingewiesen, dass es für das Raumschiff eine „lebenslange Garantie“ gibt. Auf alles – außer Waffen. Und vielleicht auch Tiernahrung?

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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