Die schlanke, emotionale Alexa

Die Sprachassistentin Alexa aus dem Hause Amazon kann jetzt auch auf noch schwächeren Geräten laufen.

Hersteller von Alexa-tauglichen Produkten können damit den Alexa Voice Service jetzt auch auf Geräten installieren, die nur 1 MByte Arbeitsspeicher und auch nur einen Cortex-M-Chip aufweisen.

Bisher waren für eine Alexa-Integration in ein Gerät 100 MByte Arbeitsspeicher und ein leistungsfähigerer Cortex-A-Chip nötig.

Alexa-Geräte müssen in Zukunft auch nur noch fähig sein, das Aufwachkommando („Alexa!“) für die digitale Assistentin zu erkennen, sämtliche sonstigen Operationen werden in Amazons Cloud ausgeführt. Damit könnten die Hersteller ca. 50 Prozent der Herstellungskosten für ihre Alexa-Produkte einsparen, lässt Amazon-Manager Dirk Didascalou TechCrunch wissen.

 Dreistufige Pseudo-Emotionen für die digitale Lady

Emotional soll die Stimme aus dem Amazon-Rechenzentrum auch noch werden: In den USA testet Amazon aktuell schon ein Feature, das Alexas Stimme emotional macht. Die Assistentin soll auf bestimmte Anfragen damit freudig oder auch enttäuscht reagieren.

So zum Beispiel bei Sportergebnissen: Wenn Alexa zum Beispiel die Hiobsbotschaft von der Niederlage der Lieblingsmannschaft überbringen muss, soll die Stimme geknickt klingen.

Erstes Nutzerfeedback habe gezeigt, dass die Zufriedenheit mit der Assistentin durch die emotional hinterlegte Stimme ansteigt, schreibt Amazon in einem Blog-Eintrag. Dort gibt es auch schon entsprechende Audio-Beispiele anhören. Allerdings  ist die emotionale Alexa-Aussprache für die deutsche Alexa-Stimme bis dato noch nicht angekündigt.

Big Brother is Watching You!

Bildergebnis für 1984 OrwellSeine Vision ist eher abenteuerlich und lässt an den Big Brother in Orwells Dystopie 1984 denken: Wenn immer mehr Geräte im Haus Alexa unterstützen, ist Amazons Sprachassistentin fast unbemerkt allgegenwärtig. „Das ermöglicht etwas, was wir ‚Umbegungsintelligenz‘ und ‚Umgebungsrechenraum‘ nennen“, sagte der Manager. „Du sprichst einfach mit deiner Umwelt, und die Umwelt reagiert auf dich.“

Vergessen Sie im eigenen Interesse nie: Tischlautsprecher sind Tischspione! Wie mehrere Datenskandale des zu Ende gehenden Jahres zeigten, schneidet Amazon viel Privates mit…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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