Die Zwanziger Jahre sind wieder da!

Es ist soweit – die Zwanziger Jahre haben vor 12 Stunden wieder begonnen. Allerdings klingt weder das Lied vom kleinen grünen Kaktus durch die deutschen Wohnungen noch klopft der Mann mit dem Koks an die Tür wie vor 100 Jahren – es zeigt sich aber trotzdem, dass die Zwanziger Jahre des 21. Jahrhunderts an die des 20. Jahrhunderts erinnern.

Damals und heute

Damals lief allerdings die größte Inflation ever in Deutschland. Die Regierung löste die gesetzliche Noteneinlösungspflicht der Reichsbank in Gold auf und druckte Billionen auf einen einzelnen Geldschein. Mit dem Geld habe ich als Kind noch gespielt. Nur ein kleiner Kreis von Superreichen entging seinerzeit der Verarmung. Und dann kam Adolf der 1. aus Österreich und übernahm fast ganz Europa…

Auch heute kann man beobachten, dass die Herrschenden aus Angst um Macht und Pfründe versuchen, den Menschen Geld, Gold, Grundrechte und diesmal auch Daten zu nehmen, um das Wahlvieh abhängig zu halten. Es begann mit Negativzinsen und der Abschaffung des 500-Euro-Scheins, dem Verbot des anonymen Goldkaufs über 2.000 Euro, das heute startet, und setzt sich mit dem gerade laufenden Versuch der Regulierung von Kryptogeld fort. Das führt zu einem Sklavenstaat – allerdings ohne Ketten und Gitterstäbe, denn deren Funktion soll in Zukunft das Geld übernehmen.

Und die neuen „Adolfs“ Europas stehen nicht nur vor der Tür, sondern machen sich schon in den Parlamenten breit. Das sieht auch nach einer neuen Hausse für braunes Gedankengut aus. Wer sein Vermögen erhalten will, sollte vielleicht Linde-Aktien kaufen, die Jungs machen ihre Kohle ja hauptsächlich mit Gas…

Optimales Umfeld

Das Umfeld ist ja auch optimal für die nächste apokalyptische Welle geeignet: Die mächtigsten Staaten der Welt werden autokratisch regiert, in den USA von einem senilen Trump, der sein Handwerk bei der Mafia im eigenen Hause gelernt hat, in China, einem totalitären Überwachungsstaat mit einem Diktator auf Lebenszeit, der „Likes“ für Wohlverhalten wie „nicht bei Rot über die Straße gehen“ verteilt, die für das Ergattern von Wohnungen, Studien- und Arbeitsplätzen oder gar Krediten unabdingbar sind.

In den armen Ländern macht derweil der Klimawandel die Reste platt, die die Industrienationen noch übrig gelassen haben.

In den Industrieländern, besonders in Europa, werden die Reichen immer reicher und die Armen immer zahlreicher, und wo noch kein Orban oder Kaczyński an der Macht ist, sind die Rechtsradikalen wieder massiv auf dem Vormarsch – besonders stark auch in Deutschland.

Die Religionskriege vom Jemen über den Iran und Syrien bis zum Irak und die damit verbundenen Fluchtbewegungen von Millionen Menschen und die Armuts- und Verzweiflungsflüchtlinge aus diversen Krisenstaaten in Afrika leisten ihren Beitrag zu dem laufenden Rechtsruck.

Dabei gehört Religion als Volksverdummung generell schon lange verboten, zumindest in der Öffentlichkeit. Zu Hause mag dann gerne jeder seine alten Pantoffeln oder seinen Hamster anbeten, wenn er mag. Zählen sie nur mal die Toten aller Kriege und Unterdrückungen bis hin zum Genozid mit religiösem Hintergrund…

Der Brexit gehört im Grunde nicht wirklich in diese Kategorie, aber bevor Nachfragen kommen: Den sollte man vielleicht treffender als suizidales Ziel einer Selbsterfahrungsgruppe von durch Fake-News verwirrten Inselbewohnern unter ihrem Führer Brexit-Boris ansehen – den Brexit-Knoten kann aber auch ihr Zauberschwert Excalibur nicht mehr zerschlagen.

Macht Euch Gedanken, sonst tun das andere…

Es ist ein guter Zeitpunkt, jetzt mal Augen und Finger vom Smartphone zu lassen und sich Gedanken um eine bessere Zukunft für alle Menschen auf dem Planeten zu machen – auch im eigenen Interesse und dem von Kindern und Enkeln, denen wir nur noch falsche Werte und den Schrott eines weltweiten Monopoly hinterlassen, statt die Erde als Leihgabe zukünftiger Generationen von Menschen sinnvoll zu entwickeln und weiterzugeben.

Bild: Pixabay

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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