Diplomarbeit zum Browser-Fingerprint ist online

BrowserFingerprintDie meisten Internetuser denken, wer ihre IP-Adresse nicht kennt und auch kein Cookie setzt, kann sie auch nicht im Netz erkennen oder sogar verfolgen.

Das ist ein verbreiteter Irrtum, denn jeder Surfer hinterläßt auch einen Fingerabdruck seines Systems, zum Beispiel durch die Informationen, die sein Browser dem Internetserver, von dem er Seiten abruft, bekannt gibt. Wie so etwas aussieht, zeigt der nebenstehende Screenshot.

Wir haben schon im Dezember 2012 von Henning Tillmanns Diplomarbeit zu diesem Thema berichtet.

Der damalige Student und jetzige Informatiker untersuchte im Rahmen seiner Diplomarbeit an der Humboldt-Universität in Berlin, ob er Internetnutzer bzw. deren Endgeräte auch ohne den Einsatz von Cookies erkennen kann.

Nicht nur wir, sondern auch die großen Newsportale Zeit Online, Golem.de, Netzpolitik.de und Heise baten um Teilnahme ihrer Leser, und so kamen insgesamt fast 25.000 Fingerabdrücke zusammen – eine gute Basis für eine repräsentative Auswertung.

Von den genau 23.709 gesammelten Fingerabdrücken waren fast 93 % einmalig, so dass man feststellen darf, dass sich die Technik sehr gut für Tracking-Zwecke im Internet einsetzen läßt.

Für Interessierte hat Henning Tillmann seine Diplomarbeit „Browser Fingerprinting: Tracking ohne Spuren zu hinterlassen“ unter der Creative-Commons-Lizenz BY-SA (Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland) veröffentlicht. Auch die dabei gesammelten Rohdaten stellt Tillmann in seinem Blog zum Download zur Verfügung.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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