Draghi spricht: die Umverteilung geht munter weiter

Heute hat EZB-Chef Mario Draghi wie erwartet das Umschuldungs-Programm für Pleite-Staaten, Pleite-Banken und Pleite-Firmen verlängert: Die regelmäßigen monatlichen Anleihenkäufe haben die räuberischen Banker aus Frankfurt jetzt über den März 2017 hinaus bis zum Dezember 2017 verlängert.

Weitere neun Monate Gelddruckerei

Ab März sollen es zwar statt bisher 80 nur noch 60 Milliarden sein, die monatlich im wahrsten Sinne des Wortes verpulvert werden – allerdings unter dem Vorbehalt, das sofort wieder hochzusetzen, wenn es “geldpolitisch notwendig” wird.

Noch schlimmer ist, dass die Banker ab dem Zeitpunkt auch Schrott-Papiere kaufen dürfen, die das extra dafür neu gedruckte Geld nicht wert sind, das Draghi dafür frisch auf den Tisch legt – das geht dann schon an die Substanz der EZB, und die gehört nicht dem italienischen Mafioso mit den Spendierhosen, sondern den Steuerzahlern der Euro-Staaten!

Draghi verschleudert das Geld der EU-Steuerzahler sinnlos

Die Leitzinsen haben die Monopoly-Spieler ebenfalls wie erwartet unverändert gelassen: Der Hauptrefinanzierungssatz bleibt weiter bei null Prozent, und der Einlagenzins bei -0,4 Prozent. Dieser Negativzins enteignet systematisch normale Bürger, Sparer und und Kleinverdiener zugunsten der Börsenzocker. Den DAX hat Super-Marios Speech heute locker über die 11.000 Zähler getrieben.

Der Italiener verschleudert so das Tafelsilber der europäischen Bürger unter der Hand – und zwar ohne irgendeine feststellbare Wirkung außer der Übernahme von Staatsschulden schwacher Länder durch die EZB. Gewählt hat den Mann übrigens niemand, aber Italien mit seiner Banken und inzwischen auch Regierungskrise scheint seinen Landsmann aktuell am nötigsten zu brauchen…

Foto: Mario Draghi, World Economic Forum, CC BY-SA 2.0

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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