Dropbox macht den Public-Ordner privat

Ab März nächsten Jahres werden Nutzer der kostenlosen Dropbox-Basisversion auf die Funktion des öffentlichen Ordners verzichten müssen. Der Ordner bleibt zwar erhalten, man kann aber keine Links mehr darauf setzen.

Schon früher angelegte Links auf den Public-Folder werden dann nicht mehr funktionieren. Das Teilen des Ordnerinhalts wird in Zukunft nur noch über die mit Version 1.2.52 im Jahr 2012 eingeführten „Shared Links“ funktionieren, teilte das Unternehmen in seinem Blog mit.

Statt Fotos Fehlermeldungen

Wer diese Links in älteren Foren- oder Blogbeiträgen nicht anpasst, dürfte da ab dem 15. März 2017 nur noch Fehlermeldungen sehen. Deshalb ist die Empörung in den offiziellen Dropbox-Foren riesig: Wer Dropbox schon länger nutzt und viele Fotos in Foren, Blogs oder auf seiner Webseite über den Ordner eingebunden hat, hat damit ein größeres Problem.

Auch Profi-Accounts sind betroffen

Es kann zwar nicht wirklich trösten, aber auch die geschäftlichen Nutzer mit Pro- oder Busisness-Account sind kurz darauf betroffen: am 1. September 2017 wird auch deren Public-Ordner privatisiert.

Gründe für die Schließung des Public-Ordners

Dropbox selbst hat keinen Grund für die endgültige Abschaffung des Public-Ordners genannt. Eine erste Ursache dürfte die Tatsache sein, dass viele Nutzer den Ordner für das Webhosting verwendet haben.

Das alleine hätte möglicherweise noch nicht zu einer dermaßen restriktiven Änderung geführt, aber wenn dann über diese Hostings illegal kopierte Inhalte verbreitet wurden, war das nicht nur rechtlich ein Problem, sondern führte wohl auch dazu, dass Dropbox-Links mehr und mehr von Providern gesperrt wurden, woraus sich dann wieder neue Schwierigkeiten ergaben. Hier dürfte letztlich wohl der Hase im Pfeffer liegen.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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