Druck auf WhatsApp wegen Datenweitergabe wächst

WhatsappFacebookBilderNachdem zuvor schon Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar und die EU-Datenschutzgruppe angekündigt hatten, die neuen Bedingungen zu überprüfen, schließt sich jetzt auch die EU in Brüssel an. Die EU-Kommission verlangt von Facebook Aufklärung über die Nutzung von WhatsApp-Daten.

Whatsapp gibt alle Daten an Facebook weiter

Es geht um die beim Verkauf von WhatsApp versprochene Trennung der Daten von WhatsApp vom Restkonzern, insbesondere vom Sozialen Netzwerk Facebook, die der Datenkrake jetzt offen aufgegeben hat.

Alle Benutzer werden genötigt, neue Datenschutzbestimmungen abzuhaken, wenn sie WhatsApp weiter nutzen wollen, Danach teilt WhatsApp dann alle Daten, die Telefonnummer des Smartphones und Aktivitätsdaten usw. ab sofort mit Facebook und Instagram und wer weiß wem noch. Der Übertragung der Daten kann man nicht widersprechen.

Seit heute ist die Nötigung stärker geworden. Bisher konnte man den Vollbildschirm mit der Aufforderung über einen “jetzt nicht”-Link oben rechts wegklicken und weitermachen, abr nun liest man, das man das in sieben Tagen abgehakt haben muß – sonst kann man WhatsApp nicht mehr nutzen.

Perfide Vorgehensweise der Datenkraken

Besonders perfide für die Benutzer daran ist, daß diese damit bestätigen – sicher, ohne das zu wissen -, daß sie berechtigt seien, Facebook zu erlauben, alle in ihren Kontaktlisten zu findenden Telefonnummern und Mailadressen von Dritten mit Werbung zuzumüllen oder wie auch immer zu Geld zu machen.

Wenn mich jemand nach meiner Handynummer fragt, kriegt er sie vielleicht. Wenn er fragt, ob er sie an Dritte für Werbung weitergeben darf, kriegt er sie garantiert nicht. Ich habe in den letzten 20 Jahren nicht einmal erlebt, daß jemand mir eine solche Frage gestellt hat und ich habe auch nie jemandem die Frage gestellt, für Geld oder andere Vorteile seine Kontaktdaten an Werbefuzzys weitergeben zu dürfen.

Höchste Zeit, WhatsApp Tschüß zu sagen…

Was Facebook da mit WhatsApp macht, ist nichts als Datendiebstahl mit dem Versuch, den Bestohlenen auch noch dafür haftbar zu machen. Deshalb wird Whatsapp bei mir nach einer kurzen Übergangszeit für meine Kontakte vom Smartie fliegen – was ich auch allen Lesern dringend empfehle. Ich werde auf einen alternativen Messenger wie Threema aus der Schweiz umsteigen.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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2 Antworten zu Druck auf WhatsApp wegen Datenweitergabe wächst

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