Durchsuchung von Apple-Mitarbeitern ist Arbeitszeit

Ein gutes, vertrauensvolles Arbeitsverhältnis ist bei Apple in den USA dadurch gekennzeichnet, dass sich die Mitarbeiter in den Ladengeschäften nach der Arbeit von Sicherheitspersonal durchsuchen lassen müssen.

Das dauert inklusive Schlangestehen täglich 30 Minuten und wurde von Apple bisher nicht bezahlt.

Diese Praxis hat der Oberste Gerichtshof des Bundesstaats Kalifornien jetzt gestoppt: Apple muss die Mitarbeiter seiner eigenen Ladengeschäfte in den USA auch bezahlen, während sie am Ende ihrer Schicht auf die vorgeschriebene Durchsuchung ihrer Taschen warten..

Das Urteil gilt auch rückwirkend. Allerdings ist noch nicht bekannt, wieviel Apple seinen Store-Mitarbeitern jetzt nachzahlen muss.

Was kann man daraus lernen?

Für Leute, denen solche Praktiken generell unmenschlich und asozial erscheinen, gibt es eine recht einfache Lösung: die Abstimmung mit den Füßen. Das hilft auch der Geldbörse, denn in der Regel gibt es bei den Produkten anderer Hersteller deutlich mehr Leistung zum deutlich günstigeren Preis…

Wer allerdings glaubt, seine Umgebung würde ihn für insolvent halten, wenn nicht ein angebissener Apfel seinen Laptop oder sein Smartphone ziert, der wird weiter unverhältnismäßig zur Kasse gebeten und muss sich auch einen Teil der Verantwortung für unmenschliche Arbeitsbedingungen ankreiden lassen. Und für Schlimmeres bis hin zum  Suizid, wenn ich nicht nur an den Verkauf, sondern auch an die Produktion denke

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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