Ein denkwürdiger Einkauf in Lüdinghausen

IMG_20160213_135658landscapeSeit einer Woche bin ich krank – vermutlich sind das die Erreger, vor denen auch aktuell so deutlich im Fernsehen gewarnt wird. Das vom Arzt verschriebene Antibiotikum wirkt nicht, diesmal sind es wohl nicht die Kokken, sondern eher Viren, die an meiner Gesundheit nagen und über Antibiotika lachen. Und für eine Impfung ist es jetzt wohl zu spät – abgesehen davon, daß sich Rentner in Grundsicherung so etwas auch nicht leisten können…

Gestern war der Kühlschrank komplett leer und ich hatte schon zwei Tage nichts mehr gegessen – im Klartext: Ich musste raus zum nächsten Supermarkt (Wiewel). Dummerweise war es am Samstag so schlimm, daß ich kaum 20 Meter laufen konnte, ohne mich wieder hinzusetzen. Begleitet war das von einem Kribbeln wie „eingeschlafene Füße“ – allerdings am ganzen Körper.

Auf dem Foto, das ich direkt nach der Rückkehr von dem Einkaufsstunt gemacht habe, kann man auch deutlich sehen, daß es mit der Durchblutung meiner Extremitäten nicht mehr weit her ist.

Der Hinweg

Wie auch immer – mit einer Handvoll Fiebersenkern Marke Ibuprofen habe ich es nach ein paar Stunden gewagt und den Weg zum Supermarkt gegen Mittag angetreten. Raus aus dem Haus, 20 Meter bis zur Marktplatzecke bei DM, und dann die erste Pause auf der dort aufgestellten Bank.

Zweite Pause war auf der Mauer beim Masseur Schult, dritte auf den Bänken gegenüber der Ostwallschule – und nach fast einer Stunde stand ich im Supermarkt Wiewel. Der Versuch, hinter der Kasse noch Brot zu kaufen, wurde abgebrochen, die beim Blumenhändler schon herausgefischten Blumen wurden wieder zurückgelegt, weil ich die Wartezeit auf andere Kunden, die auch bezahlen wollten, nicht schaffen konnte, ohne umzukippen. Dafür habe ich aber gelernt, daß man sich ganz gut auf Kinder-Einkaufswagen setzen und erholen kann…

Hat aber nicht lange gehalten. Kaum 20 Meter vom Eingang des Supermarktes entfernt spürte ich, daß ich mich setzen muß oder umfallen werde, also schnell den Hintern auf der Umrandung eines Grünstreifens geparkt und tief durchgeatmet. Dann passierte etwas völlig Unerwartetes:

Ein unerwartetes Hilfsangebot

Ein mir völlig unbekannter Mann mittleren Alters hielt mit seinem SUV an und fragte mich, ob ich Probleme habe – das ist nach meinen Erfahrungen heutzutage nicht mehr normal. Er bot mir sogar an, mich nach Hause zu fahren, was ich aber wegen der Ansteckungsgefahr für ihn und seine im Auto befindliche Tochter(?) dankend ablehnte.

Der Rückweg

Nach einer Viertelstunde Pause ging es weiter auf den Heimweg. Pausen gab es auf einer Bank an der Ostwallschule, an der Bushaltestelle am Ostwall, auf der Mauer beim Masseur Schult, auf dem Fenstersims der VoBa und auf der Bank an der Marktplatzecke – gegen halb Zwei war ich wieder zu Hause und hatte die wichtigsten Lebensmittel eingekauft.

Was waren das noch für Zeiten, als es in der Innenstadt von Lüdinghausen noch einen Lebensmittelladen gab. Damals waren es von meiner Haustür bis zum Eingang des ALDI-Supermarkts (heute: KODI) gerade mal 10 Meter…

Foto: Klaus Ahrens, Smartphone Huawei P8, CC BY-SA 4.0

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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