Emirate beschließen Ministerium für Künstliche Intelligenz

Gestern schrieb Ministerpräsident Mohammed bin Raschid Al Maktum auf Twitter, dass die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ein Ministerium für Künstliche Intelligenz (KI) einrichten wollen. „Die nächste globale Welle ist die künstliche Intelligenz. Wir wollen das Land sein, das darauf am besten vorbereitet ist, äußerte sich Raschid Al Maktum.

Mit dem erst 27-Jährigen Omar bin Sultan al-Olama bekommt das neue Ressort einen Leiter, der mit moderner IT groß geworden ist. Außerdem kündigte der Regierungschef zwei neue weibliche Staatsminister für Nahrungsmittelsicherheit und fortgeschrittene Wissenschaft an.

Die mit 30 Jahren auch ausreichend junge Sara al-Amiri soll sich als Leiterin des Ressorts fortgeschrittene Wissenschaft dann auch um die Marsmission der VAE kümmern. Vor einigen Monaten hatte der ölreiche Golfstaat angekündigt, im Jahr 2021 mit einem unbemannten Raumfahrzeug zu dem roten Planeten fliegen zu wollen. Bleibt die Frage, ob die Frau Ministerin selbst mit dem Auto zu ihrem Arbeitsplatz im Ministerium fahren darf…

Die Zeit ist reif, die Technologie auch – aber der Mensch hinkt hinterher

So gut, wie es ist, dass erste Regierungen die Zeichen der Zeit erkannt haben, bleibt doch angesichts von katalonischen Separatisten, Brexitanhängern, Schwarzbraunen nicht nur in Österreich, Größenwahnsinnigen in der Türkei, Nordkorea, den USA, Polen und Ungarn und insbesondere einem Infrastrukturminister Alexander Dobrindt, der nicht den blassesten Schimmer vom Dunst einer Ahnung hat, wie die Zukunft sich entfalten wird, eine Frage offen:

Müssten wir nicht erst einmal für mehr menschliche Intelligenz sorgen, bevor wir uns selbst durch künstliche Intelligenzen (KI) ersetzen? Ich traue meinen Computern nicht weiter als bis zu den messbaren Anschlusspins ihrer Integrierten Schaltkreise!

Bild: Kunstkopf, Andrew Eckel, CC BY-SA 4.0 und Alexander Dobrindt, H-stt, CC BY-SA 4.0

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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