Emissionsfreie Züge fahren mit Wasserstoff

Das neue Jahr startet mit einer guten Nachricht von der Diesel-Front

Nach dreimonatigem ausgiebigem Test der beiden ersten mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellenzüge Typ Coradia iLint in Niedersachsen sind sowohl der Hersteller als auch der Betreiber mit dem emissionsfreien Zug mehr als zufrieden.

„Wir sind sehr begeistert, wie es läuft. Sie funktionieren genauso gut wie Dieselfahrzeuge, sie sind nur leiser“, sagte der Leiter des Geschäftsbereichs Stadtverkehr und Systeme beim deutsch-französischen Zugbauer Alstom Jens Sprotte der dpa. „Die relative Stille ist schon beeindruckend“, sagte ein Sprecher des Kunden, der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG).

Emissionsfrei und leise

Der Coradia iLint des Alstom-Konzerns ist ein neuer CO2-emissionsfreier Regionalzug, der als eine optimale Alternative zu Dieselfahrzeugen daherkommt.  Der Strom für den Zug kommt aus Wasserstoff-Brennstoffzellen. Er wird also mit flüssigem Wasserstoff betankt und gibt an die Umwelt im Betrieb nichts als Wasserdampf und Kondenswasser ab – wobei er sich auch noch durch einen geräuscharmen Betrieb auszeichnet.

Ein Komplettpaket vom Hersteller Alstom

Alstom zählt weltweit zu den ersten Schienenfahrzeugherstellern, die einen Personenzug auf Basis dieser Technologie entwickelt haben. Um den Betreibern den Einsatz des Coradia iLint so einfach wie möglich zu machen, bietet Alstom ihnen ein Komplettpaket aus einer Hand an, das aus der Lieferung der Fahrzeuge, der Instandhaltung und – durch die Zusammenarbeit mit Partnern – der gesamten Wasserstoffinfrastruktur besteht.

Trotz zahlreicher Elektrifizierungsprojekte in mehreren Ländern wird ein Großteil des europäischen Bahnnetzes langfristig nicht elektrifiziert werden. In vielen Ländern ist auch die Zahl der in Betrieb befindlichen Dieseltriebzüge immer noch sehr hoch – bei uns in Deutschland sind das aktuell über 2.700 Züge.

Foto: Alstom

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, News, Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.