Erdogan macht den Hassprediger

Erdogan2Der türkische Ministerpräsident Erdogan lässt mit brutaler Gewalt den Gezi-Park räumen, beschimpft die Demonstranten als Terroristen und Gesindel und hetzt gegen ausländische Medien. Premier Erdogan heizt den Konflikt in der Türkei erneut an. Ein Ende des Protests gegen ihn ist nicht zu erkennen.

Schon am Samstag bekräftigte Erdogan in Ankara das Ende seiner Geduld. In der Nacht schlugen seine Sicherheitskräfte zu: Sie ließen den Gezi-Park, der in den letzten 14 Tagen zum Symbol des Widerstands wurde, mit Hilfe von Bulldozern räumen. Sie verfolgten Demonstranten und knüppelten sie nieder; sie schossen Tränengas in Cafés, und Hotels, wohin die Menschen flohen. Ärzte, die Verwundete behandelten, wurden verhaftet.

In einem Bericht des Spiegel heißt es heute:

<< Hunderttausende Anhänger Erdogans haben sich auf einem Feld an der Küste versammelt. Sie wurden mit Bussen aus der gesamten Region herangekarrt. Sie tragen türkische Fahnen und Porträts Erdogans bei sich. Funktionäre der AK-Partei, darunter Europaminister Egemen Bagis, stacheln die Zuhörer an.

Dann betritt Erdogan die Bühne. Seine Anhänger skandieren „Türkiye! Türkiye!“ Erdogan hebt triumphierend die Arme. Der Premier, daran besteht kein Zweifel, ist nicht als Moderator nach Istanbul gekommen. Er strebt keine Versöhnung an. Er will den Konflikt.

Erdogan beschwört ein türkisches Weltreich, grüßt seine Unterstützer auf dem Balkan, in Angola, im Irak. „Wo ist Sarajevo, wo ist Gaza heute Abend?“ ruft er. Seine Stimme überschlägt sich. Er wirkt in diesem Moment nicht mehr wie der demokratisch gewählte Regierungschef einer der größten Volkswirtschaften der Welt. Er wirkt wie ein durchgedrehter Despot. >>

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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