Erotikhändler Beate Uhse stellt Insolvenzantrag

Nein, es war nicht die Erschöpfung – weder durch sexuelle Exzesse noch durch Überlastung im Versandbereich des ältesten und größten deutschen Erotik-Unternehmens. Es war mehr ein Zusammenbruch wegen Vernachlässigung der neuen Medien im Internet.

Der letzte Hype für das da schon börsennotierte Unternehmen kam 1989 mit der zusätzlichen Nachfrage aus dem Osten nach der Wiedervereinigung. Der Sozialismus hatte Nachholbedarf. 😉

Zur Jahrtausendwende wuchs dann aber die Konkurrenz mit kostenlosen Porno-Videoclips aus dem Internet enorm. Bei Beate Uhse ging der Umsatz mit Sexfilmen wegen des Gratisangebots dementsprechend zurück.

Und auch im Onlinehandel wurden immer neue Wettbewerber groß, die sich durch zeitgemäße Präsentation von dem angestaubten Traditionsunternehmen abhoben.

Konkurrenten wie Amorelie und andere haben den Vorreiter des Sex-Versands schon lange überholt. Der Einstieg von Beate Uhse in den E-Commerce kam Experten zu Folge einfach zu spät – und der Insolvenzantrag wurde heute gestellt.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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