Erster „Unfall“ mit Googles autonomen Autos

GoogleAutonomes AutoDie Nachricht läuft heute auf allen Kanälen: Zum ersten Mal wurde ein fahrerloses Auto von Google in einen Unfall verwickelt, bei dem Google eine Mitschuld anerkennt. Das geht aus einer Meldung an die kalifornische Straßenverkehrsbehörde DMV (PDF) hervor.

Der (Mini-)Unfall ereignete sich danach vor gut 14 Tagen bei einer Testfahrt in Mountain View. Bei dem autonomen Auto handelte es sich um einen umgebauten Lexus RX450h. Ein Fahrer von Google saß in dem Auto, das aber selbst fuhr.

Was ist da passiert?

Das Google-Auto wollte rechts abbiegen und wechselte auf die Rechtsabbiegerspur. Auf der Abbiegespur lagen aber ein paar Sandsäcke, weshalb das Fahrzeug erst anhielt, dann aber wieder auf die Geradeausspur wollte und dabei einem überholenden Nahverkehrsbus in die Seite fuhr.

Sowohl der Google-Fahrer als auch der Computer des selbstfahrenden Autos hatten den Bus erkannt, gingen aber davon aus, dass die Zeit für den Spurwechsel ausreiche oder der Bus notfalls abbremsen würde, erklärte der Internet-Konzern.

Wie im richtigen Leben

Wir kennen das hier in Deutschland auch aus dem richtigen Leben, und zwar nicht nur von Bussen, sondern auch von Taxen und Paketdiensten. Diese „Profis“ sind immer unter Zeitdruck und fahren deshalb merklich aggressiver als „normale“ Verkehrsteilnehmer.

Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Vorderrad und Kotflügel des Google-Autos wurden nur leicht beschädigt. Kein Wunder, denn das autonome Auto fuhr mit der Wahnsinnsgeschwindigkeit von ca. 2 km/h und der Bus mit etwa 25 km/h. Der menschliche Fahrer griff nicht ein, weil er erwartet hatte, dass der Busfahrer seine Vorfahrt aufgibt und das Fahrzeug einscheren lässt.

Foto: Michael Shick, CC BY-SA 4.0

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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