Es geht auch anders: 5G in der Schweiz

So macht es die Schweiz

Soeben hat die Schweiz ihre 5G-Frequenzen versteigert. Das verkündete das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) am Freitag. Die Erlöse der Auktion für den Bund lagen bei rund 380 Millionen Franken (335 Millionen Euro). Die Auktion dauerte insgesamt vom 29. Januar bis zum 7. Februar 2019.

Dafür soll nach Angaben der Swisscom das hundertfach schnellere Internet nach dem 5G-Standard bis Ende dieses Jahres (2019) schon in 60 Städten und Gemeinden der Schweiz punktuell verfügbar sein. Die passenden Endgeräte dafür sollen in den nächsten Monaten auf den Schweizer Markt kommen.

In Deutschland kostet es das Dreißigfache

In Deutschland erwartet man von der G5-Auktion immerhin Erlöse von bis zu 10 Milliarden Euro – und damit das Dreißigfache der Schweiz.

In der Schweiz leben zwar nur knapp 10 Millionen Menschen, während Deutschland gut 80 Millionen Einwohner hat, aber dafür ist die Versorgung in dem fast nur aus Hochgebirge bestehenden Land auch viel aufwändiger.

Nebenleistungen zur 5G-Anbindung von Milchkannen

Wann bei uns in Deutschland überhaupt erst einmal die Versteigerung der 5G-Frequenzen starten kann, ist schon wieder ungewiss, denn die ersten Klagen wegen „Nebenleistungen zur 5G-Anbindung von Milchkannen“ für die erfolgreichen Bieter stehen schon im Raum und könnten die Versteigerung noch weit in die Zukunft verschieben.

Unterstützung für Trumps Handelskrieg gegen China und speziell Huawei

Auch die Versuche des geisteskranken US-Präsidenten im Weißen Haus, den chinesischen 5G-Technologieführer Huawei mit Mafiamethoden aus den Geschäften auszusperren, haben schon seit längerem auch in Deutschland aufschiebende Wirkung. Das läuft gerade wie immer bei Trump, letztes Fallbeispiel unter vielen war (und ist noch) der Iran.

Ich kann mir bei dieser Sachlage aber nicht vorstellen, dass ich hier in Lüdinghausen im Münsterland noch in diesem Jahr einen 5G-Anschluss buchen kann – und in Münster sicher auch nicht…

Das „Späte-Klein-Netz“

In den Zeiten von „Gute-Kita-Gesetz“ und „Respekt-Rente“ dürfte das Projekt mit ausreichend schnellem Internet für autonomen Verkehr und das Internet der Dinge von der SPD mit ihrem aktuellen Erklärbär-Trick mit sprechenden Bezeichnungen vermutlich in Anlehnung an das geflügelte Wort „Too little, too late“ als das „Späte-Klein-Netz“ das Licht der (deutschen) Welt erblicken. Wenn überhaupt noch…

Kommt noch das „Saubere-Diesel-Gesetz“?

Autonome Elektro-Fahrzeuge kriegen mangels ausreichend schneller Internetanbindung im früheren hochgelobten Technik-Land Deutschland (wir haben fast alles Relevante erfunden, sogar die Atombombe) wohl noch sehr lange keinen Reifen auf den Asphalt.

Da könnten wir ja der Zwischenzeit versuchen, einigen Schwarzen (nein, CDU-Anhänger sind nicht gemeint) in Zentralafrika noch ein paar stinkende Diesel zu verkaufen, um damit dann die Kohle für die Bestechung Parteispenden der Politiker zu generieren, die das dann per „Saubere-Diesel-Gesetz“ noch ein paar Jahrzehnte lang gestatten würden (für Geld machen die doch alles), bis die Diesel-Fabriken von VW, Mercedes, BMW & Co. mit dem weiter ansteigenden Meeresspiegel letztlich unter die Wasserlinie geraten.

Und auch die Berater von Accenture bis McKinsey müssen ja mit ihren vier Milliarden pro Jahr bezahlt werden, damit sie anstelle der Politiker und Beamten die Gesetze schreiben. Laut dem Bundesverband Deutscher Unternehmensberater machen Beratungsunternehmen wie im öffentlichen Sektor über 3 Milliarden Euro Umsatz im Jahr. Flinten-Uschi von der Leyen muss sich gerade wegen Vetternwirtschaft und Betrug vor einem Untersuchungsausschuss verantworten. Lasst uns also noch viele Verbrenner an die Afrikaner verkaufen!

Vermutlich dürfte die angepeilte Kundenschicht in Zentralafrika aber wohl schon bei dem Vorschlag dankend ablehnen und uns auf die dort schon lange flächendeckend selbstfahrenden Elektro-Autos, -Räder und -Roller mit 5G-Netzwerktechnologie von Huawei hinweisen…

Gute Nacht, Deutschland!

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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