EU-Datenschützer fordert Ende der Wildwest-Methoden

SnowdenbusBislang war in der NSA-Affäre nicht viel von ihm zu hören, aber jetzt schlägt der Datenschutzbeauftragte der EU Peter Hustinx Alarm, weil Bürger sich nach den Veröffentlichungen von Edward Snowden zunehmend fragten, ob sie “entweder von Spionen oder den Internetfirmen selbst” ständig beobachtet würden. Hustinx hat sich zu den Spionagemethoden des US-Geheimdienstes geäußert. Er fordert ein “Ende der Wildwestmethoden“.

Das massenhafte Ausspähen von Daten wie durch den US-Geheimdienst NSA sei nicht mehr akzeptabel: “Zwar müssen wir uns daran gewöhnen, dass so ein Vorgehen manchmal notwendig sein kann – aber nicht in diesem Ausmaß.”

Der Niederländer zielte nicht nur auf die Geheimdienste. Ohne die großen amerikanischen Internetkonzerne beim Namen zu nennen, kritisiert Hustinx Unternehmen, “die derzeit auf ihren Heimatmärkten nicht dieselben Regeln haben und eine Selbstbedienungskultur mitgebracht haben“.

Die zunehmende Beobachtung von Verbrauchern sei meist ohne ausdrückliche Zustimmung zum Geschäftsmodell vermeintlich kostenloser Internetangebote geworden. “Aber es hat nie ein Referendum dazu gegeben, dass wir unser Recht auf Privatsphäre abgeben, um die neuen Technologien zu nutzen.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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