Europäischer Mobilfunk per BGP über China geroutet

Im Border Gateway Protokoll (BGP) ist wohl die Ursache dafür zu suchen, dass einige Mobilfunknutzer in Europa letzte Woche Donnerstag mit deutlichen Verzögerungen leben mussten.

Für zwei Stunden wurde ein Teil des europäischen Mobilfunkverkehrs über den chinesischen internationalen Carrier China Telecom weitergeleitet. Ursache war ein BGP-Leak in einem Schweizer Rechenzentrum der Firma Safe Host. Dabei sind 70.000 Routen aus der internen Routing-Tabelle sichtbar gemacht worden.

Eigentlich sollten Mobilfunktbetreiber mit Sicherheitsmechanismen arbeiten, die die Operationen anderer Träger nicht beeinflussen. Denn BGP-Leaks sind ein Problem, das häufig vorkommt und deshalb eigentlich von allen Beteiligten ignoriert wird.

Fehler oder Spionage?

Es könnte aber auch sein, dass China Telecom den Leak mit Absicht ausgenutzt habe, um daraus Informationen zu gewinnen. „Wenn irgendein anderer ISP das Problem verursacht hätte, wäre es sicherlich ignoriert worden. Jedoch war es China Telecom“, schreibt ZDNet dazu.

Ob die lange Route am Donnerstag versehentlich oder absichtlich durchlaufen wurde, bleibt aber im Dunklen…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Internet, Mobilgeräte, News, Programmierung, Sicherheit, Störung abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.