Facebook Home – der Rohrkrepierer des Jahres

FaceHomeSie kennen Facebook Home noch nicht? Das ist ein sogenannter Launcher, also ein Programm, das Ihr Smartphone nach der Installation voll übernimmt und sowohl den Start- als auch den Sperrbildschirm ersetzt.

Dann sind auf dem Display keine Android-typischen Icons mehr zu sehen. Es wird nur noch anzeigt, was Facebook möchte: Statusmeldungen und Bilder von Freunden aus dem Sozialen Netzwerk, die Sie sofort kommentieren und mit einem Like-Button bwerten können.

Heruntergeladen haben die App insgesamt 500.000 Leute. Das klingt viel, ist aber bei einer Milliarde Nutzern (nach eigenen Angabe von Facebook) nur ein halbes Promille der Benutzer, also kaum jemand.

Ob auch wirklich alle downgeloadeten Launcher installiert wurden und vor allem auch noch installiert sind, ist natürlich auch fraglich.

Zu den Gründen für das geringe Interesse gehört natürlich auch, dass Apple so etwas mit seinem iOS nicht machen läßt, damit ist ein großer Teil der potentiellen Interessenten ausgesperrt. Hinzu kommt, dass auch nur fünf Android-Geräte unterstützt werden, was die Zielgruppe noch weiter verkleinert.

Die unausgereifte Programmierung trägt auch einen deutlichen Teil zum Mißerfolg von Facebook Home bei: Die Nutzer beschweren sich im Play Store wegen fehlender Widgets. Die Sperrfunktion ist weg, das Wetter-Widget ist weg und die Statusmeldungen haben eine falsche zeitliche Reihenfolge.

„Es ist umständlich geworden, seine Programme aufzurufen, Ladezeiten sind extrem, erhöhter Akkuverbrauch, keinerlei Einstellmöglichkeiten und ohne Internetverbindung geht quasi gar nichts“, meldete sich ein Nutzer bei Golem.

Von den über 11.000 Nutzerbewertungen im Play Store geben noch nicht mal 2.000 der Anwendung die Bestnote von 5 Sternen. Die schlechtestmögliche Bewertung im Play Store ist 1 Stern, und der wurde an die 6.000 Mal für Facebook Home vergeben.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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2 Antworten zu Facebook Home – der Rohrkrepierer des Jahres

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