Facebook löscht Zehntausende Konten vor der Wahl

Vorbereitungen auf die Bundestagswahl bei Facebook

In den vergangenen Monaten hat das Soziale Netzwerk Facebook nach eigenen Angaben Zehntausende gefälschter Konten „identifiziert und entfernt“. Das Gesichterbuch stellte seine Löschaktion in Zusammenhang mit der Bundestagswahl in Deutschland im nächsten Monat.

Der Nutzen der Löschorgie darf durchaus bezweifelt werden

Es ist allerdings völlig unklar, inwieweit mit Hilfe dieser gefälschten Konten und inzwischen gelöschten tatsächlich politische Fake News (Falschmeldungen) verbreitet wurden, um den Ausgang von Wahlen zu beeinflussen.

Denn letztlich wurden die Konten nur durch die Analyse von Aktivitätsmustern ausgefiltert, ohne dass die eigentlichen Inhalte dort betrachtet wurden. „So erkennen unsere Systeme beispielsweise, wenn identische Inhalte wiederholt gepostet oder eine erhöhte Zahl an Nachrichten verschickt werden“, teilte Facebook dazu mit.

Diese technischen Fortschritte „werden es uns ebenfalls erlauben, die Verbreitung nicht authentischer Inhalte zu reduzieren – darunter Spam, Falschinformationen oder andere irreführende Inhalte, wie sie häufig von Personen verbreitet werden, die gefälschte Accounts betreiben“, hieß es weiter von Facebook.

Facebook-KI streut allen Beteiligten Sand in die Augen

Angeblich sei es mit Hilfe neuer Analysemethoden durchaus möglich, selbst manuell erstellte Fake-Accounts zu erkennen. Mit diesen Methoden habe Facebook vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich gegen 30.000 solcher Fake-Accounts vorgehen können.

Politiker glauben an solche Fake-News über die Glanzleistungen der Künstlichen Intelligenz (KI) des Fratzenbuches nur zu gerne – wenn sie die Wahl gewonnen haben. Wenn nicht, zweifeln sie die Effizienz der Säuberung natürlich an und sehen darin den Grund für ihr schlechtes Abschneiden.

Für Facebook und das angeblich kooperierende BSI kommen solche Fake-News ja auch allemal besser an als Meldungen über Wahlbeeinflussung via Gesichterbuch. Und der gemeine User fühlt sich ja auch wohler, wenn er glauben gemacht wird, seine Zeit nicht in einem massiv manipulierenden Netzwerk zu vergeuden, das ihm durch entsprechende Einspielungen seine vorhandenen Einstellungen zu Gott und der Welt (und natürlich auch zur Bundestagswahl) bestätigt und verstärkt…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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