Facebook: Personalisierte Werbung auch für Nicht-Mitglieder

facebook-verbindungenWer Facebook nutzt, bekommt im Internet auch außerhalb des Sozialen Netzwerks Werbung angezeigt, die auf ihn zugeschnitten sein soll. Diese Perversion will das mit Werbe-Netzwerk besser bezeichnete Fratzenbuch jetzt auch auf Nicht-Mitglieder ausweiten – und zwar auf Basis von Cookies.

facebook-gefaellt-mir-nichtIn Zukunft sollen auch solche Internet-Nutzer personalisierte Werbung von Facebook angezeigt bekommen, die überhaupt nicht bei dem sozialen Netzwerk angemeldet sind.

Wie sich die Schergen des Facebook-Chefs und Pseudo-Gutmenschen Zuckerberg im Detail den Mißbrauch der Cookies zunutze machen wollen, erläuterte das jetzt das amerikanische Unternehmen.

Eine Blacklist als einziger Lichtblick

facebook_sucksWer das nicht will, könne angeblich diese Funktion blockieren, Europäer etwa auf einer dafür eingerichteten Seite der European Interactive Digital Advertising Alliance.

Facebook selbst erklärt, es gehe darum, den Nutzern bessere und weniger störende Werbeanzeigen zu präsentieren.

So versuchen die Kopfschrumpfer (Psychologen, Soziologen und Werbefachleute) Zuckerbergs, Menschen für dumm zu verkaufen – als ob es irgendeine weniger störende Werbung gäbe, als die, die man gar nicht erst zu Gesicht oder zu Ohren bekommt.

Datenschutz hilft kaum gegen Facebooks Datenschmutz

Mitglieder des Sozialen Netzwerks bekommen schon länger auch auf anderen Seiten personalisierte Werbung aufgezwungen, abhängig von ihrem Verhalten auf Facebook selbst, aber auch woanders im Netz.

Die Gespräche im Rahmen der “Auseinandersetzungen um die Überwachung von Nicht-Mitgliedern” seien bei der neuen Werbeausgabe berücksichtigt, versicherte das Werbe-Netzwerk für Oma und Opa.

Dahinter verbirgt sich eine Erpressungs-Strategie, die das Gesichterbuch in Belgien fährt. Dort hatten die belgischen Datenschützer das Unternehmen wegen der Überwachung von Nicht-Mitgliedern ins Visier genommen und Ende letzten Jahres ein Urteil gegen den Konzern erwirkt.

Zur Not hilft Erpressung, das perfide Geschäftsmodell zu retten

Prompt konterte Facebook mit der Ankündigung, nicht angemeldeten Nutzern in Belgien den Zugriff auf Seiten innerhalb des Sozialen Netzwerks sperren – also im Grunde friß oder stirb / all or nothing. Nur so könne man angeblich ein Gerichtsurteil zum Datenschutz umsetzen. Datenschützer sprechen aber hier mit Recht von Erpressung.

Das Urteil hatte klar und deutlich verlangt, das Facebook zur Vermeidung einer Strafe von 250.000 Dollar pro Tag aufhören soll, Nicht-Mitglieder zu verfolgen und auszuspionieren. Was ist daran so schwer umzusetzen?

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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