Facebook startet heute seine Image-Kampagne

facebook-verbindungenDas Soziale Netzwerk Facebook will sein ramponiertes Image bei uns aufpolieren und schaltet zu dem Zweck erstmalig in Deutschland im großen Stil TV-Spots, Anzeigen in Tageszeitungen und Magazinen sowie auf Leuchtreklametafeln in den Städten.

Eine Image-Kampagne aus Fotos und hohlen Sprüchen

Mit dem Motto “Mach Facebook zu Deinem Facebook” will der Konzern Bedenken rund um den Schutz der Privatsphäre, wie aus Meldungen der Branchendienste Horizont und Meedia hervorgeht. Dabei schätzt Meedia den Umfang der Kampagne auf ein mehr als einstelliges Millionenbudget ein.

Dabei wirbt Facebook mit Fotos von Nutzern, die zum Beispiel (vermeintlich aus Ahnungslosigkeit) private Fotos öffentlich geteilt haben oder Aussagen gepostet haben die sie später bereuen oder überhaupt nicht wissen, wer ihre Inhalte alles zu sehen bekommt.

facebook-gefaellt-mir-nichtUnter den Bildern preist Facebook dann seine Funktionen an, zum Beispiel “Lösche es und es ist verschwunden“, “Kontrolliere, wer was sieht” oder “Poste Fotos an: Familie“.

Auch Amsterdam hat seine Schattenseiten

DatenkrakeFacebookDie Agentur Wieden + Kennedy aus Amsterdam hat die Kampagne entwickelt. Das Webeunternehmen begann vor neun Monaten damit, Nutzer und Nicht-Nutzer über ihre Sorgen und Gedanken zu dem Sozialen Netzwerk zu befragen.

Jetzt wollen sie mit ihrer Kampagne die Datenschutz-Einstellungen bekannter machen, die bislang kaum ein Nutzer gut kennt. Zusammengefasst heißt die Botschaft: Facebook ist kein Problem für die Privatsphäre, sondern eher die Lösung. Wer’s glaubt, wird selig…

Der WhatsApp-Datenklau wird totgeschwiegen

facebook_sucksDie unangenehmeren Themen, die den Konzern aktuell besonders in der Kritik halten, nimmt die Kampagne nicht auf. Kein Wort und kein Bild zum Umgang mit Hasskommentaren oder gar zur aktuell laufenden Weitergabe von WhatsApp-Daten an Facebook.

Solche Themen passen ja auch wirklich nicht zur Werbebotschaft, denn den Datendiebstahl bei WhatsApp-Nutzern und auch bei deren Kontakten können die Betroffenen mit keiner Einstellung verhindern.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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