Facebook übernimmt WhatsApp für 19 Milliarden Dollar

facebook-verbindungenDas größte Soziale Netzwerk der Welt Facebook übernimmt den beliebtesten Instant Messenger WhatsApp. Dafür legt Facebook insgesamt 19 Milliarden US-Dollar (13,8 Milliarden Euro) auf den Tischdes Hauses, wie das amerikanische Unternehmen gestern Abend nach Börsenschluss in den USA mitteilte.

WhatsApp soll aktuell 450 Millionen Benutzer haben. In Deutschland sollen bei den unter 30-Jährigen die Nutzung von Messaging mit Whatsapp knapp vor der SMS-Nutzung liegen.

Zu Beginn lebte WhatsApp vor allem von zahlenden Kunden der iPhone-Version. Heuten ist die werbefreie App auf allen Plattformen (zunächst) kostenlos. Nach einem Jahr bittet man dann den angefixten Kunden zur Kasse. Ein Jahresabo für 89 Euro-Cent kostet dabei allerdings nicht mehr als eine Handvoll SMS.

Kritisch gesehen wird die Sicherheit des Instant Messengers. Datenschützer warnen immer wieder vor dem SMS-Ersatzdienst . So klaffte monatelang eine Sicherheitslücke in der Software, durch die Hacker fremde Accounts hätten kapern können. Außerdem gibt es viele Hinweise, dass Whatsapp auch bei der Verschlüsselung der Nachrichten geschlampt hat.

Alle Experten waren entsetzt, das Sicherheitsblog “Fileperms” schrieb im September 2012: “Whatsapp ist kaputt, wirklich kaputt“. Auch für schlechte Kommunikation und mangelnde Informationspolitik gegenüber den Nutzern wurde das Unternehmen einige Male gerügt.

All das konnte den Erfolg von Whatsapp nicht bremsen.

Facebook zahlt für WhatsApp 4 Milliarden US-Dollar in bar und 12 Milliarden in Aktien. In den kommenden vier Jahren sollen weitere 3 Milliarden Dollar in der Form von Aktien an WhatsApp-Gründer Jan Koum und seine Mitarbeiter fließen.

Die Facebook-Aktie gab im nachbörslichen Handel leicht nach.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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