Facebooks „Freunde in der Nähe“ mit Januskopf

Facebook_nearby_friendsMit der Funktion “Freunde in der Nähe” (Nearby Friends) führt Facebook eine neue Funktion ein. Es informiert Smartphone-Nutzer über befreundete Mitglieder, die sich in der Nähe aufhalten. Das klingt erstmal ganz nett – obwohl viele eher nicht möchten, dass andere einen so aufspüren könnten – besonders nicht die Freundin, wenn man gerade imit einer anderen Eis isst.

Der Hammer dabei ist aber: Wer diese Funktion einschaltet, aktiviert damit auch gleichzeitig einen Aufenthaltsverlauf, den das Fratzenbuch später zur Einblendung maßgeschneiderter Werbung nutzen will. Naja, vielleicht kann man es auch der NSA, dem Arbeitgeber oder dem Rechtsanwalt der Ehefrau verkaufen. Das ist dann das zweite Gesicht der janusköpfigen Funktion “Freunde in der Nähe”.

Hier zeigen sich die Jungen mal den Alten deutlich überlegen: Sie verlassen Facebook in Scharen und sind inzwischen auf anderen Plattformen zu Hause, auf denen (hoffentlich) nicht so viele persönliche Daten und ganze Bewegungsprofile inklusive Kommunikationsinhalte abgegriffen werden.

Die Alten hingegen haben Facebook fast schon übernommen und finden es oberaffengeil, regelmäßig Freunden, Followern oder wie immer solche Plattformen ihre Beute nennen, zu verkünden, dass sie gerade frühstücken oder dass die Sonne scheint – oder alternativ eine Facebook-Farm zu bewirtschaften – irgendwie schon ziemlich senil. Aber unsere Senioren fühlen sich damit offensichtlich an der vordersten Front der Technik.

Unsere Empfehlung: Wenn Sie schon die Finger nicht von Facebook und Co. lassen können, schalten Sie zumindest die profilbildende Spionagefunktion „Freunde in der Nähe“ ab!

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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