Flachbild-Fernseher halten nicht lange

Nach einem Bericht von Golem sorgen alle Hersteller, egal ob Sony, Toshiba, Samsung, Philips oder werauchimmer dafür, dass die Geräte nach wenigen Jahren kaputt sind und vor allem dafür, dass die Reparatur sich nicht lohnt.

Schon Anfang letzten Jahres stand nach Zahlen des statistischen Bundesamtes vom 2. Mai 2012 in jedem zweiten Haushalt ein Flatscreen-Fernseher, aktuell sind es geschätzt 60 bis 70 % der Haushalte.

Aber nach rund drei bis vier Jahren sind die meist schon kaputt. Originalton aus einem Reparaturunternehmen: „Die halten drei bis vier Jahre, bei einem durchschnittlichen Gebrauch von fünf Stunden täglich. Wenn sie noch intensiver genutzt werden, ist die Lebensdauer noch kürzer. Das ist unabhängig von der Marke so, egal ob Toshiba, Sony, Samsung oder Philips. Die sind alle so gebaut, dass sie schnell kaputtgehen.“

Das übelste daran ist aber, dass die Ersatzteile so teuer gemacht werden, dass sich eine Reparatur nicht lohnen kann. Auch hier etwas Originalton: „Bei der Garantiedauer haben die auch gar kein Interesse daran, das zu ändern. Die Leute sollen ein neues Produkt kaufen. Die verlangen für ein Panel mehr, als das neue Gerät gekostet hat. Darum hat auch noch nie ein Kunde ein Panel, egal ob LCD oder Plasma, auswechseln lassen, seit die Geräte auf den Markt gekommen sind.“

Nur ältere Menschen, die sich an ihre Fernbedienung gewöhnt haben, lassen solche Geräte noch reparieren und zahlen dafür mehr als für ein neues Gerät.

So überwindet also diese kranke Gesellschaft die Grenzen des Wachstums. Und die fünfjährigen afrikanischen Kinder in Ghana und anderen Ländern dürfen dann aus dem Elektroschrott auf Kosten ihrer Gesundheit am offenen Feuer ohne jeglichen Schutz edle Metalle zur Widerverwendung herausbrennen..

Ich schlage ein einjähriges Zwangspraktikum für die Verantwortlichen in den Unternehmen auf Schrottplätzen in Ghana vor – mit anschließender Reha in einer Abbaustelle für Seltene Erden in China.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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