Foto: Gestreifte Kommode visualisiert „stürzende Linien“

Dieses Sideboard gefiel mit schon gut, als meine Freundin Nese es sich kaufte. Das muss vor etwa zehn Jahren gewesen sein. Ich war wohl der einzige Bewunderer des Möbelstücks, denn bei ihrem Umzug nach Dortmund vor drei Jahren schenkte sie mir mein Lieblingsmöbel, das mir seitdem gute Dienste als Fernsehschränkchen tut.

„Stürzende Linien“ im Bild

Bei diesem Foto geht es aber nicht um das Möbel selbst, sondern mehr um die Technik der Fotografie. Durch die vertikalen und horizontalen Farbstreifen in Rot, Pink, Orange und Gelb ist das Schränkchen nämlich das ideale Motiv, um den Umgang mit „stürzenden Linien“ auf Fotos zu lernen.

Sie kennen das Problem sicher: Wird die Kamera beipielsweise vor einem Haus nach oben geschwenkt, entstehen stürzende Linien und das Haus scheint nach hinten zu kippen.Vermeiden lassen sich diese Effekte nicht. Sie entstehen nach den Gesetzen der Zentralperspektive, denn parallele Linien im Motiv werden nur dann im Bild ebenfalls parallel verlaufen, wenn sie im Motiv in einer Ebene liegen, die parallel zur Filmebene liegt.

Futter für die Bildbearbeitung

Um jetzt die Frage zu beantworten, auf welche Weise ein Foto wie dieses hilft, den Umgang mit den stürzenden Linien zu lernen: Ich nehme das Bild in das Bildbearbeitungsprogramm meines Vertrauens (seit ca. 2o Jahren ist bei mir PhotoImpact) und nutze die Werkzeuge des Programms, um die senkrechten und waagerechten Linien wieder orthogonal zu machen.

Allerdings kann man mit einem solchen Schränkchen als Indikator auch gut lernen, wie man die Kamera (in diesem Fall: das Smartphone) halten sollte, um den Effekt der „stürzenden Linien“ schon von vornherein so gering wie möglich zu halten.

Foto: Klaus Ahrens, Smartphone Huawei P10, CC BY-SA 4.0

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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