Freie Software in Russland per Gesetz

matroschkas_thesupermat-cc-by-sa3In Russland liegt jetzt ein neuer Gesetzentwurf vor, nach dem öffentliche Institutionen in Zukunft freie Software priorisieren sollen. Das geht aus dem Gesetzestext und einem Beitrag dazu auf der Internetsite der Free Software Foundation Europe (FSFE) hervor.

Freie Software soll danach bei Ausschreibungen im öffentlichen Sektor den Vorrang vor proprietären Angeboten erhalten, und Verantwortliche müssen begründen, warum sie eventuell kommerzielle Software beschaffen müssen.

Existiert dazu eine freie Alternative, die die technischen Bedürfnisse gleich gut abdeckt, wird ein solcher Antrag abgelehnt. Außerdem müssen alle Käufe von freien wie auch proprietären Produkten künftig registriert werden.

Ein weiterer Aspekt soll ein Stärken von lokalen Entwicklern freier Software sein. So soll ihnen bei Ausschreibungen automatisch ein Bonus eingeräumt werden. Dabei geht der neue Gesetzesentwurf auch auf den globalen Aspekt von freier Software ein. Den Begriff einer dediziert “russischen” freien Software solle man aber vermeiden, denn es handle sich um eine globale Plattform.

Foto: The Supermat CC BY-SA 3.0

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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