Fritzbox-Update geht kaum voran

FritzboxFernzugriffAktuelle Scans im Internet belegen, dass die Verbreitung des kritischen Sicherheits-Updates, der immerhin schon im Februar herauskam, kaum vorankommt. Viele der verwundbaren Fritzboxen werden sogar noch mit aktivem Fernzugriff betrieben – ein gefährlicher Einstellungsmix.

Die Verbreitung des wichtigen Fritzbox-Updates kommtnach einer aktuellen Analyse von heise Security kaum voran: So waren bei einem stichprobenartigen Scan im IP-Adressbereich der Deutschen Telekom vorgestern immer noch 34 Prozent der AVM-Router, die uns konkrete Versionsinformationen verrieten, verwundbar.

Bei einem vergleichbaren Test vor 4 Wochen waren das 35 Prozent. Also ist der Anteil der angreifbaren Geräte in knapp einem Monat gerade einmal um ein Prozent zurück gegangen. Also sind nach wie vor Millionen AVM-Router über manipulierte Webseiten und HTML-Mails angreifbar.

Es gibt seit Februar Updates für die hiesigen Modelle 3272, 3370, 3390, 6810, 6840, 6842, 7240, 7270 (v2+v3), 7272, 7312, 7320, 7330 SL, 7330 SL, 7360 SL, 7360, 7362 SL, 7390 und 7490 sowie für die internationalen Modellen 3270, 3272, 3370, 3390, 7270 (v2+v3), 7272, 7330, 7340, 7360, 7390 und 7490.

Wie man die verwundbaren Fritzboxen angreift, ist schon seit Monaten kein Geheimnis mehr. Der dazu nötige Exploit-Code ist längst im Netz zu haben. Man kann deshalb  erwarten, dass die noch anfälligen Router recht bald kompromittiert sein werden – wenn sie nicht sowieso schon fremdgesteuert werden.

Wer nach wie vor einen AVM-Router mit einer veralteten Firmware-Version benutzt, handelt sehr leichtsinnig, meint Heise.

Allerdings war das auch nicht anders zu erwarten. Welcher Normalmensch hat sich denn jemals in seinen Router eingeloggt? Und dann noch verstanden, was man da so alles machen kann? Eigentlich wäre es Sache des Herstellers AVM, die Router entweder durch einen Austausch oder durch einen Sevicebesuch beim Kunden wieder sicher zu machen – schließlich hat das Unternehmen das Problem erzeugt und nicht der Kunde!

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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